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Stadthalle Ybbs: Totalunternehmer ist gefunden, die Sanierungsarbeiten beginnen

Online Redaktion, 09.08.2019 16:35

YBBS. Es ist so weit: Die Stadthallensanierung kann beginnen. Am 9. August präsentierte die Stadtgemeinde den Totalunternehmer für das Millionenprojekt: Die Ybbser Ing. Pöchhacker GmbH wird am 19. August mit den Bauarbeiten starten. Auch einen Eröffnungstermin gibt es bereits: Die Ybbser sollten sich jedenfalls den 9. Jänner 2021 freihalten.

So wird die Ybbser Stadthalle künftig aussehen Foto: Stadtgemeinde
  1 / 6   So wird die Ybbser Stadthalle künftig aussehen Foto: Stadtgemeinde

„Ich bin nunmehr in der glücklichen Lage, genauer gesagt heute, am 9. Jänner 1965, die neuerbaute Stadthalle der Öffentlichkeit übergeben zu können“, sagte der damals amtierende Bürgermeister Josef Traxler. 56 Jahre später könnten am 9. Jänner 2021 ähnliche Worte fallen. Denn an diesem Tag soll mit einem Festival die generalsanierte Stadthalle eröffnet werden. Am 9. August – die neun scheint eine für die Stadthalle magische Zahl zu sein –, präsentierte SP-Bürgermeister Alois Schroll den Bauunternehmer für das Millionenprojekt: Die Ing. Pöchhacker GmbH wird für die Bauarbeiten verantwortlich zeichnen. Am 19. August beginnt der Abbruch, Ende 2020 soll die Stadthalle in neuem Glanz erstrahlen.

Vier Jahre und 1.415 Tage

„Die Zeitspanne ist sportlich, aber schaffbar. Ich freue mich sehr, dass wir den Auftrag für diese Prestigebaustelle bekommen haben“, so der Ybbser Bauunternehmer Thomas Pöchhacker. Der Weg bis zur Auftragsvergabe war ein langer. 1.415 Vorbereitungstage zähle das Projekt Stadthallensanierung mittlerweile, machte ein sichtlich glücklicher SP-Bürgermeister Alois Schroll aufmerksam. Der Auftakt zur Stadthallen-Generalsanierung wurde mit einem Gemeinderatsbeschluss am 24. September 2015 gemacht. Rund vier Jahre später, am 30. Juli, wurde der Beschluss zur Auftragsvergabe gefasst. Er fiel einstimmig, allerdings hatten die FPÖ-Räte zuvor aus Protest den Sitzungssaal verlassen.

Projektbudget: 8,8 Millionen Euro

Das Projektbudget beträgt 8,8 Millionen Euro, wobei 700.000 Euro als Reserve budgetiert wurden, sollte etwas Unvorhergesehenes eintreten. Im Jahr 2015 wurden 7,1 Millionen Euro Bauherstellungskosten berechnet. Das sind rund 24 Prozent mehr als die heutigen 8,8 Millionen Euro. „Der Hauptbestandteil dieser Mehrkosten sind auf die zwischenzeitlich eingetretenen Baukostenindexsteigerungen sowie die Inflationsrate zurückzuführen“, erklärt Stadtchef Schroll. Vom Land Niederösterreich erhält man einen Zuschuss von 2,9 Millionen Euro.

Schweißtreibende Sitzungen

„Die Übergabe an den Totalunternehmer heute ist ein großer Meilenstein. Hinter uns liegen viele nächtelange und schweißtreibende Sitzungen“, blickt Schroll zurück. „Die Stadthalle ist in die Jahre gekommen, wir waren gezwungen, etwas zu machen, auch wenn natürlich derzeit viele andere Projekte, wie etwa der Hochwasserschutz, anstehen. Die Sicherheit rund um unsere Stadthalle muss gewährleistet sein.“ Das bestätigt auch Architekt Stefan Huber: „Es sind seit über 55 Jahren keine größeren Sanierungen an der Stadthalle vorgenommen worden. Die gesamte Technik entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.“

Haupteingang auf der Donauseite

Das Foyer wird vergrößert und völlig umgestaltet, die Sicht auf Donau und Landschaft soll freigegeben werden und der künftige Haupteingang wird sich auf der Donauseite befinden. Die Besucherkapazität der neuen barrierefreien Stadthalle wird von 850 auf 1.200 Personen erhöht. Die Nutzfläche der SIAK vergrößert man von bisher 325 auf 484 Quadratmeter. Insgesamt wird die Fläche um rund 470 Quadratmeter erweitert, derzeit umfasst die Stadthalle rund 4.000 Quadratmeter. Außerdem zieht ganzjährig ein Gastronom ein. Wer den Gastronomiebetrieb, der mit Sitzgelegenheiten direkt an der Donau aufwarten wird, führen wird, wollte beziehungsweise konnte Schroll noch nicht verraten. Auch ein Tourismus-Shop zieht in die Stadthalle.

„Beginnen wir nun“

„Fünf Entwürfe wurden in den vergangenen Jahren erstellt, hinter uns liegen viele Diskussionen und Beschlüsse. Wir freuen uns, dass aus dem Ausschreibungs-Verfahren eine Ybbser Firma hervorgegangen ist und wir die Beauftragung mit der Vertragsunterzeichnung besiegeln dürfen. Beginnen wir nun mit dem Projekt 'Generalsanierung Stadthalle Ybbs 2019'“, so Schroll abschließend und euphorisch.  


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