Passanträge ab Herbst auch auf vielen Gemeindeämtern möglich
YBBSTAL. Im Bezirk Amstetten wurden im Vorjahr 13.259 Reisepässe und 2094 Personalausweise beantragt. Ab Herbst sollen Passanträge auch auf Gemeindeämtern möglich sein.

Bisher mussten Bürger den Antrag auf Reisepässe und Personalausweise – außer in Statutarstädten – bei Bezirkshauptmannschaften stellen. Ab Herbst ist dies auch in den Gemeindeämtern möglich, jedoch ist es den Kommunen freigestellt, ob sie diese Möglichkeit anbieten möchten. Die Gemeinden werden mit einem Fingerabdruckscanner und einem USB-Verteiler ausgestattet, wofür Kosten in Höhe von 220 Euro entstehen. „Dieser Service bedeutet für die Bürger im Bezirk Amstetten kürzere Amtswege, eine flexiblere Auswahl für den Parteienverkehr sowie weniger vorzuweisende Dokumente, da die Gemeinden direkt auf entsprechende Register zugreifen können“, begrüßt ÖVP-Landtagsabgeordneter Anton Kasser diese Initiative, die das Land NÖ gemeinsam mit dem Gemeindebund erarbeitet hat.
Fixer Service in Ybbsitz
Im Ybbstal ist Ybbsitz vorläufig die einzige Gemeinde, die diesen Service ihren Gemeindebürgern fix ab Herbst bietet. Keinen Bedarf sieht man dafür aktuell in Sonntagberg. „Durch die Nähe zur Statutarstadt Waidhofen, die viele Sonntagberger nutzen, haben wir uns über diesen Service noch keine Gedanken gemacht“, so ÖVP-Bürgermeister Raidl. In den Gemeinden Hollenstein/Ybbs, Opponitz und St. Georgen/Reith will man den Beschlüssen des Gemeinderates nicht vorgreifen. „Dieser Punkt steht bei der Gemeinderatssitzung Ende Juni auf der Agenda“, so WIR-Bürgermeister Lueger aus Opponitz, „ich bin aber zuversichtlich, dass positiv abgestimmt werden wird.“


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