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ZWETTL. „Ob das nächste Auto auch so gut gepolstert ist? Schau auf dich und nicht auf's Handy!“, ist heute am Dreifaltigkeitsplatz in Zwettl zu lesen. Der Slogan ist auf einem „Laternenairbag“ abgedruckt und soll vor allem Fußgänger – die häufig durch eine intensive Smartphone-Nutzung abgelenkt sind – daran erinnern, wie wichtig volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist.

Mitarbeiter des KFV weisen gemeinsam mit Verkehrsstadtrat Franz Groschan darauf hin, wie wichtig volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist; Foto: KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)

Beim Spaziergang durch die Stadt Musik hören, ein Facebook-Posting absenden, oder schnell noch eine WhatsApp-Nachricht abrufen - vielleicht wird sich der eine oder andere ertappt fühlen. „Smombies“ (“Smartphone und Zombie“) nennt man all jene Menschen, die durch den ständigen Blick auf das Smartphone so stark abgelenkt werden, dass sie die eigene Umgebung kaum noch wahrnehmen - genau das kann im Straßenverkehr zum Verhängnis werden.

Denn Ablenkung und Unachtsamkeit im Straßenverkehr zählen zur Unfallursache Nummer eins. Davon sind zunehmend auch Fußgänger betroffen, die zum Beispiel durch eine intensive Smartphone-Nutzung ihrer Umgebung nicht mehr die erforderliche Aufmerksamkeit schenken, macht das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) am 19. April im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „Schau auf dich und nicht auf's Handy!“ aufmerksam.

Essbare Mobiltelefone und gepolsterte Laternen

In Zwettl wurden nun Laternenpfahle mit dicken „Airbags“ versehen sowie essbare Mobiltelefone ausgeteilt – um auf diese Problematik der Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

„Eine neue Beobachtung des KFV zeigt, dass 42 Prozent der Niederösterreichischen Fußgänger beim Queren einer Straße erkennbar abgelenkt sind. Österreichweit sind dies durchschnittlich 29 Prozent der Fußgänger“, erklärt Sabine Kaulich vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Die Folge: Allein im Jahr 2016 haben sich auf Niederösterreichs Straßen aufgrund von Ablenkung mehr als 200 Unfälle mit Fußgängern ereignet, für zwei Personen mit tödlichem Verlauf.

Noch bis 15 Uhr kann die Aktion heute, 19. April, am Zwettler Dreifaltigkeitsplatz live miterlebt werden.

Link-Tipp: Unter www.ab-gelenkt.at haben Interessierte die Möglichkeit, die Folgen und Risiken von Ablenkung im Straßenverkehr virtuell anhand von Filmen zu erleben.


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