Klimawandel: „Auf kommunaler Ebene anpacken“
ZWETTL. Die Klimakonferenz in Paris neigt sich dem Ende zu, viele Fragen sind nach wie vor offen, der große Durchbruch ist nicht zu erwarten. Die Grünen Zwettl luden jüngst zu einem Pressegespräch, ihr Anliegen: auch in der Gemeinde schnellstmöglich aktiv zu werden, es gilt, den Klimaschutz nicht nur zu leben, sondern „es ist Aufgabe der Gemeinde, sich an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels vorausschauend anzupassen“, so Gemeinderat Thomas Göschl.

Konkrete Maßnahmen auf kommunaler Ebene wären diesbezüglich die weitere Investition in erneuerbare Energie, die Steigerung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduktion des Energieverbrauchs. Dies könnte beispielsweise durch bedarfsorientierte Steuerung der Beleuchtung im Zwettler Betriebsgebiet oder beim neuen Kreisverkehr – Umfahrung Dürnhof erreicht werden. „Man sollte gewohnte Dinge hinterfragen und Ausschau nach Einsparungspotentialen halten“, appelliert Göschl. Dies gilt ebenso für viele andere Bereiche wie die Raumordnung, wo öffentliche Trinkbrunnen, Bäume als Schattenspender und Grünanlagen wertvoll seien.
Der Hauptsünder des Klimawandels ist nach wie vor der Verkehr. Für die Grünen ist die Reduktion des Verkehrs auf das Nötigste sowie der Ausbau des öffentlichen Netzes (in Zwettl etwa die Erweiterung des Stadtbusnetzes oder die Schaffung eines Radwegenetzes in und nach Zwettl) unerlässlich. Heuer ist das Thema Wasser ein sehr brisantes, weitere Investitionen in die Krisensicherheit der Wasserversorgung seien erforderlich. Göschl spricht in diesem Zusammenhang kommunale Förderungen von Regenwasserzisternen, die Erschließung von neuen Quellen, aber auch die strikte Trennung zwischen Nutz- und Trinkwasser und die vermehrte Sensibilisierung in Bezug auf das Wassersparen an. Im Bereich Wald gäbe es nicht nur Handlungsmöglichkeiten sondern auch Handlungsbedarf, auf die Heterogenität der Waldstruktur solle vermehrt geachtet werden, Ziel ist „ein besser an die geänderten klimatischen Bedingungen angepasster Wald.“
Präventive Maßnahmen seien viel effizienter und günstiger als letztendlich für die Schäden aufzukommen, ist man sich bei den Grünen einig, rasches und ausreichendes Engagement auf kommunaler Ebene ist also gefragt, so ihr Fazit.


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