Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ZWETTL. Es ist der 26. Mai 1867, als in Rudmanns ein Großbrand ausbricht. Einmal mehr stand man diesem nahezu machtlos gegenüber. Das war gleichzeitig die „Initialzündung“ – die Zwettler Feuerwehr wurde im Juli 1867 gegründet. Am 14. August 2017 wurde nun der 150. Geburtstag gefeiert.

  1 / 6   Die Kameraden der Partnerfeuerwehr mit Vizebürgermeister Johannes Prinz, Kommandant Gerald Wührer, LAbg. Franz Mold und Bezirkshauptmannstellvertreter Josef Schnabl

Bereits am Nachmittag zierten zahlreiche Gerätschaften der Feuerwehr den Zwettler Hauptplatz. Bei strahlendem Jubiläumswetter zogen diese vor allem das junge Publikum magisch an. Das Platzkonzert des Musikvereins C.M. Ziehrer war der Auftakt für den feierlichen Festakt zum 150-jährigen Jubiläum, das sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, zahlreiche Bürger, die Partnerfeuerwehr aus Plochingen (Deutschland) und Kameraden aus Jindrichuv Hradec (Tschechien) nicht entgehen ließen.

Eine Zeitreise zurück in die Gründungsjahre

Zwettls Kommandant Gerhard Wührer, selbst schon 44 Jahre bei der Feuerwehr, nahm die Festgäste mit auf eine Zeitreise, mit auf einen geschichtlichen Rückblick.

Am 24. März 1772, begann um die Mittagszeit das Schmalz in einer Pfanne am Herd eines Kleinhauses in der Syrnau zu brennen. Es war der Beginn einer unvorstellbaren Katastrophe, denn das Feuer legte nahezu die gesamte Stadt Zwettl in Schutt und Asche. Geschultes Personal fehlte, die umsichtig und fachkundig solche Brände bekämpfen konnte, so heißt es auch im Vorwort der Jubiläumsbroschüre.

Der Großbrand in Rudmanns am 26. Mai 1867 galt als „Initialzündung“: Der Zwettler Gemeinderat beschloss zwei Monate später die Gründung einer Feuerwehr, nach dem Kremser Vorbild.

Heute sorgen die 74 Mitglieder der FF Zwettl-Stadt für rasche Hilfe im Ernstfall. Die 330 Einsätze konnten vergangenes Jahr gerade noch bewältigt werden. Freiwillige Mitarbeiter sowie neue Kameraden sind herzlich willkommen, betont Wührer und meint weiters: „Ich wünsche mir, dass auch zukünftig die notwendige Ausrüstung zur Verfügung steht und alle von den Einsätzen wieder gesund nach Hause kommen.“

Stolz auf Zwettls „Nahversorger“

Zahlreiche Festredner gratulierten der Feuerwehr zum 150. Geburtstag. So auch Vizebürgermeister Johannes Prinz (VP): „Danke für euren großartigen Einsatz“, denn „ihre Bereitschaft ist unser Ruhekissen.“ Bezirkshauptmannstellvertreter Josef Schnabl betonte, dass man stolz sein dürfe, eine solch tüchtige Feuerwehr in der Stadt zu haben. Er bezeichnete sie als „Nahversorger“, deren maßgebliche Erfolgsfaktoren Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit sind.

VP-Landtagsabgeordneter Franz Mold tönte in dasselbe Horn und rief das umfassende Aufgabengebiet der Feuerwehr in Erinnerung. Niederösterreichweit stellen knapp „98.000 Kameraden ihre Freizeit für unser aller Sicherheit zur Verfügung“.

„Ehrenamtliche Dienst der Kameraden nicht selbstverständlich“

Dass der ehrenamtliche Dienst der Kameraden keineswegs ein Selbstverständlicher ist, das gab Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Armin Blutsch zu bedenken. „Feuerwehr-Arbeit ist Handarbeit und lässt sich nicht einfach mit einer App bewerkstelligen.“ Heute erachte man es einerseits als selbstverständlich, dass im Ernstfall jemand herbeieilt, aber genauso sollte man es andererseits auch bedenken, helfende Hände zur Verfügung zu stellen.

Kommandant Gerhard Wührer bekam im Zuge des Festaktes die Verdienstmedaille des NÖ Landesfeuerwehrverbandes verliehen. Die Partnerfeuerwehren aus Plochingen und Tschechien stellten sich mit kleinen Präsenten ein. Der abendliche Festakt fand bei Getränken und einem Imbiss seinen gemütlichen Ausklang.

Hier geht's zur Fotostrecke


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden