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BEZIRK ZWETTL. Das Waldviertler Kernland hat schon Anfang 2019 ein Digitalisierungsprojekt für Personen über 60 gestartet. Was für viele zu Beginn eine Spielerei war, ist angesichts der Pandemie und ihrer Auswirkungen auf das soziale Leben zu einer echten Hilfe oder sogar Notwendigkeit geworden.

  1 / 2   In gemütlicher, kleiner Runde können beim Smart-Café Fragen rund um das eigene Smartphone besprochen werden. Im Bild: Ingrid Kleber und Julius Koppensteiner beim Fachsimpeln. Fotos: fotozwettl.at

Smartphones sind deshalb so beliebt, weil sie handliche Mini-Computer mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind. Sie nur zum Telefonieren zu nutzen, wäre schade. „Es war unser erklärtes Ziel, die sichere Nutzung digitaler Medien und Gesundheitsförderung zu verbinden“, erklärt Projektleiterin Doris Maurer. „Wie wichtig das gerade für ältere oder allein lebende Menschen ist, zeigt die gegenwärtige Lage.“

Umfassendes Angebot

Smart-Cafés sind zwanglose Treffen, bei denen ältere Menschen von Gleichaltrigen lernen können. Man sitzt gemütlich zusammen, Smartphone-Nutzer stellen Fragen und gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Handybegleiter wird nach einer Lösung gesucht. Für Menschen, die noch kein „Wisch-Handy“ nützen, gibt es das Mentorenprogramm für Neueinsteiger. Einen Monat lang werden die interessierten Personen individuell betreut und mit den Funktionen vertraut gemacht, die sie nutzen wollen. Wer noch kein Smartphone hat, bekommt in dieser Zeit eines gratis zur Verfügung gestellt. Ein spezielles Element der Gesundheitsförderung ist die Gesundheits-App STUPSI, die von der Donau Universität Krems erstellt wurde. Mit STUPSI hat man sein Gesundheits-Verhalten im Blick, kann persönliche Ziele erstellen und seinen Fortschritt beobachten. Durch Tipps und Informationen wird man immer wieder zu Aktivitäten „angestupst“ und erweitert so auf spielerische Art seine Gesundheitskompetenz.

Freiwillige Handybegleiter

Da die Gemeinden des Waldviertler Kernlandes bei der Projektumsetzung vom Fonds Gesundes Österreich unterstützt werden, können alle Angebote gratis genutzt werden. Ein kürzlich gedrehter ORF-Beitrag machte deutlich, dass es viele Vorteile bringt, wenn ältere Smartphone-Nutzer von Gleichaltrigen lernen. „Sie sprechen die gleiche „Sprache“ und haben viel Geduld“, sagt Doris Maurer. „Sie verstehen Bedenken und wissen, welche Hürden es oft gibt. Wir freuen uns sehr über die Freiwilligen, die als HandybegleiterInnen im Projekt mitarbeiten.“

Die App Stupsi

Die Gesundheits-App STUPSI kann von jeder und jedem Interessierten genutzt werden. Man meldet sich einfach über den Browser auf www.stupsi.at an, ohne persönliche Daten bekannt geben zu müssen. Mehr Informationen und die aktuellen Smart-Café-Termine unter www.waldviertler-kernland.at, Projekt „Digital, gesund altern“.


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