Über 70 Gemeindevertreter "frühstückten" in Martinsberg
MARTINSBERG. Zwei Mal im Jahr bietet die NÖ.Regional.GmbH allen Gemeinden in Niederösterreich ein „Frühstück mit der Region“ an. Bei dieser Herbstrunde in Martinsberg punktete man neben dem Thema Mobilität mit besonderen Highlights: Die Bürgermeister erhielten Einblicke in das Pilotprojekt Waldviertel „Ortskernbelebung im Bereich Eigenheimneubau/-sanierung“ sowie in den Status quo der Landesausstellung 2017, die unter dem Titel „Alles was Recht ist“ im Waldviertel stattfinden wird.

Mehr als 70 Gäste frühstückten gemeinsam mit VP-Landesrat Stephan Pernkopf, der die Veranstaltung mit den beiden Vorsitzenden des Regionalverbandes Waldviertel, Landesrat Maurice Androsch (SP) und Landtagsabgeordneten Bürgermeister Jürgen Maier (VP), eröffnete. Pernkopf: „Wir haben in Niederösterreich eine hervorragende Umwelt- und Lebensqualität und arbeiten auch weiterhin an unserer zukunftsfähigen Entwicklung. Wir haben uns deshalb auch ambitionierte Energie- und Umweltziele für Niederösterreich gesetzt, die allesamt mit dem Thema Mobilität zu tun haben. Elektromobilität steht hier im Zentrum und ist das verbindende Element zu Umwelt und Energie. Einige unserer Energieziele haben wir in Niederösterreich bereits erreicht, so bis zum Jahr 2015 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie zu gewinnen. Weiters streben wir an, bis 2020 die Hälfte des Gesamtenergiebedarfs aus erneuerbaren Quellen abzudecken, den Radverkehrsanteil weiter zu erhöhen und nachhaltige Mobilitätskonzepte in Niederösterreich zu haben, um hier die entsprechenden Richtlinien und Handlungsempfehlungen zu geben.“
Werner Pracherstorfer, Leiter der Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr - Amt der NÖ Landesregierung, stellte die Details zum NÖ Mobilitätskonzept 2030+ vor. Zudem wurden erstmalig in Niederösterreich auch die in Ausarbeitung befindlichen regionalen Mobilitätskonzepte präsentiert, die differenzierter ausfallen werden. Die Handlungsschwerpunkte sind je nach räumlicher Ausgangslage unterschiedlich formuliert und berücksichtigen die Mobilitätsbedürfnisse der jeweiligen Bevölkerung und Wirtschaft.
Ebenfalls ganz neu ist der Verkehrsdatenverbund. Mit ihm wurde österreichweit eine neue Datengrundlage geschaffen, die alle verkehrsrelevanten Daten und somit die kommunale Verkehrsinfrastruktur aller Gemeinden beinhaltet.
Michael Reisel, Leiter der Gruppe Eigenheime von der Wohnbauförderung NÖ: „Das Waldviertel ist auch Pilotregion für die Wohnbauförderung. Der Wohnbau ist ein ganz wichtiger Faktor für die Ortskernbelebung insgesamt. Daher wird es für die Pilotregion Waldviertel eine neue Förderschiene in der Wohnbauförderung geben, mit der speziell die Errichtung und die Sanierung von angekauften Einfamilienhäusern direkt im Ortskern unterstützt wird: Für den Neubau gibt es zur normalen Basisförderung ein zusätzliches Darlehen von 5.000 Euro. Für bestehende Gebäude wird das Darlehen der Ankaufsförderung ebenfalls um 5.000 Euro erhöht“
„Alles was Recht ist“
Von April bis November 2017 steht Schloss Pöggstall im Südlichen Waldviertel im Mittelpunkt der Niederösterreichischen Landesausstellung. Die Landesausstellung mit dem Thema „Alles was Recht ist“ gibt Einblicke in das Miteinander von Menschen und lädt ein mehr über Recht zu erfahren: Wo Menschen ihr Zusammenleben organisieren, entsteht Recht. Geschäftsführer Guido Wirth berichtete über den aktuellen Stand. Was die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Schloss betrifft, sei man exakt im Plan. Eine große Herausforderung stellte die barrierefreie Erschließung dar, je ein Lift wurde in das Rondell und in das Hauptschloss eingebaut. Barrierefreiheit umfasst mittlerweile ein sehr breites Spektrum, so werden beispielsweise auch die entsprechenden Drucksorten leichter zu lesen sein, informiert Wirth. Ein Shuttle wird die Attraktionen miteinander verbinden, diesbezüglich wird auch das Thema E-Mobilität eine verstärkte Rolle spielen. Die sechs Waldviertelstationen, die Wirth den anwesenden Waldviertler Gemeindevertretern kurz vorstellte, „sind sehr gut erschlossen.“ Nicht zuletzt ist das „Zusammenwachsen der 23 Gemeinden aus meiner Sicht extrem gut gelungen, vieles ist passiert“, so Guido Wirth stolz. Denn auch in den Partnergemeinden wurden gemeinsam Projekte umgesetzt, wie etwa ein regionales Rad- und Wanderwegenetz. Vielerorts wird gerade noch angepackt und fleißig gewerkelt, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit man am 31. März 2017, voraussichtlich um 14 Uhr, dann gerüstet ist, wenn die feierliche Eröffnung der Landesausstellung 2017 über die Bühne geht!


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