Wenn das Haus mitdenkt und das Smartphone zum Gehirn wird

Wenn das Haus mitdenkt und das Smartphone zum Gehirn wird

Laura Voggeneder Online Redaktion, 09.11.2017 16:19 Uhr

OÖ. Mit Smart Home Technologien lassen sich mittlerweile nicht nur Heizung, Licht und Rollos steuern. Das Hauptargument für ein schlaues Daheim ist das Energiesparen.

50.000 Handgriffe weniger im Jahr, das verspricht Loxone, der Smart Home Anbieter aus Kollerschlag im Mühlviertel. Für die Gründer ist ein Haus dann ein Smart Home, wenn es die Aufgaben in den Bereichen Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz von selbst erledigt. Ziel sei, den Menschen Zeit zu ersparen.

Funktionen

Bei einem Smart Home System steht immer ein zentrales Bedien-element im Zentrum, das auf bestimmte Geräte im Haushalt zugreifen kann. Für viele Verbraucher steht neben dem Komfort auch das Energiesparen im Mittelpunkt. Der Konsument kann den Verbrauch intelligent planen, wodurch die Effizienz der Geräte gesteigert wird. Gerade in Kombination mit Photovoltaikanlagen ist die Technologie sinnvoll. Werden Geräte oder Ladestationen so programmiert, dass sie dann laufen, wenn Strom durch die Sonne produziert wird, kann der Verbraucher Energie und Geld sparen. Überschüsse müssen nicht mehr preisgünstig in das Netz eingespeist werden. Eine Smart Home Software kann durch das Smart Meter Stromfresser im Haushalt aufspüren, wie der Energiesparverband Oberösterreich erklärt.

Mit Bewegungsmeldern können außerdem Licht und Heizung je nach Nutzung gesteuert werden. In Kombination damit hat auch intelligente Verschattung Sinn. Zusätzliche Sensoren können zum Beispiel die Luftqualität messen, um die Lüftung bei Bedarf zu aktivieren.

Ein Argument für das Smart Home ist für viele Sicherheit. Intelligente Systeme können Brandmelder oder Fingerabdrucksensoren integrieren. Anwesenheitssimulationen sollen Einbrecher abschrecken.

Möglichkeiten

Viele Funktionen lassen sich zeitlich programmieren. Via App am Smartphone, einer zentralen Steuerung oder einem Funk-Element kann auf das System zugegriffen werden.

Der Kunde hat viele Möglichkeiten. Wichtig ist, sich vorab klar zu werden, wie viel Technologie man im eigenen Haus haben will. Kabelgebundene Systeme sind im Neubau noch einfach einzurichten, das Nachrüsten ist oft schwierig. Flexibler sind funkbasierte Systeme. Bei Funk-Systemen ist es wichtig, ein sicheres Passwort zu haben, um sich vor Zugriffen zu schützen.

Information

Die Kosten für eine Grundausstattung betragen bei Funksystemen 200 bis 300 Euro, verkabelte Systeme kommen auf rund 1000 bis 2000 Euro. Je nach Zusatzequipment steigt der Preis. Anbieter für vollständige Smart Home Systeme sind unter anderem Loxone, Bosch und KNX. Philips Hue bietet smarte Licht-Elemente, Sonos intelligente Lautsprecher.

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