Mindestsicherung gibt es nicht. Mit Kannibalismus und Kinderarbeit durch den Advent. Frostpunk punktet mit eisiger Kälte
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Mindestsicherung gibt es nicht. Mit Kannibalismus und Kinderarbeit durch den Advent. Frostpunk punktet mit eisiger Kälte

Meister Lampe, Leserartikel, 04.12.2018 07:54 Uhr

In Frostpunk verschlägt es uns in eine alternative Zeitlinie, in der wir die letzten Überreste der menschlichen Rasse durch eine Eiszeit führen und somit unseren Fortbestand sichern sollen.

Ich bin kürzlich über das Game von 11Bit Studios gestoßen und habe mit Frostpunk neben dieser ganzen Konsumhysterie mein Game für den Advent gefunden.

Frostpunk wirkt auf den ersten Blick wie eine klassische Aufbau / Wirtschaftssimulation und entpuppt sich auf den zweiten Blick als Spiegel für unsere Ethik und Moral. Das Spiel setzt uns immer wieder vor Entscheidungen, die zwar simpel aber oft grausam sind.

 

Schickt man die Kinder in wohlig warme Kinderheime oder lässt man sie doch lieber bei  minus 40 Grad in einer Mine schuften? Schließlich sind Arbeitskräfte das einzige Gut was wir nicht produzieren können.

Und was gibt man den hungernden Menschen unserer Kolonie zu essen? Wenn es nichts mehr gibt, außer in Schneegruben konservierte Körper Ihrer einstigen Freunde, Nachbarn oder Kollegen aus der Kohlemine.

 

Das sind jetzt nur zwei Beispiele welche mich selbst aber immer wieder mit einem leichten frösteln vorm PC sitzen lassen. Hinzu kommt ein Gesetzsystem das uns ebenfalls immer wieder harte aber dem Überleben geschuldete Entscheidungen abverlangt.

Der Schwierigkeitsgrad ist eher oberes Niveau was auch dazu führte, dass ich die Kampagne 3x neu angefangen hatte. Manch ein Fehler zu Beginn lässt sich im Nachhinein nur schwer wieder ausbügeln.

Wer in dieser Jahreszeit eine echte Bestätigung sucht, dass es uns eigentlich gut geht, dem lege ich Frostpunkt ans gefrorene Herz. Derzeit bei Steam um ca. € 29.99 zu bekommen und jeden Cent wert.

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