Luzerner Kantonsparlament sieht keinen Grund für weitere «Food Waste» Massnahmen

Karina Schuster, Leserartikel, 22.01.2020 03:36 Uhr

Die Mehrheit des Kantonsparlaments hat weitere Massnahmen gegen die Vermeidung des Food Waste, dem Abfall der durch Lebensmittel generiert wird, abgelehnt. Der Vorstoss der SP, wurde damit im Parlament abgelehnt.
 

Mit der Eingabe wollte die SP regionale und CO2-arme Lebensmittel fördern. Laut dem Parlament wurde die Problematik schon vor zwei Jahren angegangen und dadurch eine Reduzierung von Lebensmittelabfällen von bis zu 35 Prozent erzielt. Mit verschiedenen Aktionen wurde damals auf die Verschwendung aufmerksam gemacht. Seitdem ist die Lebensmittelverschwendung auch an den Schulen ein wichtiges Thema.

Food Waste ist ein wichtiges Thema in Österreich

Seitdem das Thema Lebensmittelverschwendung in Österreich ein Thema geworden ist, haben sich einige Unternehmen aktiv um eine Reduzierung bemüht. Imperfect Produce kauft hässliches Gemüse und Obst auf, das den Anforderungen im Grosshandel nicht mehr entspricht und normalerweise weggeschmissen würde. Die Waren werden dann in Supermärkten billiger angeboten und von Kunden gekauft, die zwar Wert auf frische Waren legen, denen das Aussehen aber nicht so wichtig ist.

Cerplus bietet Obst, das den Ansprüchen der Supermärkte nicht mehr genügt in Restaurants und Saft Bars, sowie Catering-Unternehmen an. Copia holt die aussortierten Waren bei den Produzenten und Supermärkten ab und verteilt sie an Obdachloseneinrichtungen.

Laut der SP ist das Thema «Food Waste» aber immer noch nicht abgeschlossenIn gesamt Österreich fallen jedes Jahr an die 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle von Frischwaren an. Mehr als zwei Drittel davon könnte verhindert werden, weil das Essen zum Zeitpunkt des Wegwerfens noch geniessbar ist. Der dadurch generierte Abfall entspricht 190 Kilogramm pro Person, die in unserem Land jährlich verschwendet wird.

Die Abfälle entstehen in der ganzen Wertschöpfungskette, von unmittelbar nach der Ernte bis hin zum Einzelhandel und trägt in Österreich mit 28 Prozent massgeblich zur Umweltverschmutzung bei. Dabei tragen besonders die Lebensmittel, die zwar aufwendig produziert werden, aber nicht verzehrt werden, zu unnötigen CO2 Emissionen bei.

Haushalte sind die schlimmsten Lebensmittelverschwender

Auch wenn sich die Industrie bemüht die Abfallmengen zu reduzieren, sind die Haushalte immer noch die grössten Verschwender. Sie generieren laut dem Bundesamt für Umwelt mehr als 38 Prozent des Abfalls, knapp 1 Million Tonnen jährlich. Die Abfälle werden in die Mülltonnen deponiert und dann mit anderem Hausmüll verbrannt. Ausser des bei der Produktion anfallenden CO2 verursacht die Vernichtung nochmals Umweltbelastungen.

Das BAFU geht davon aus, dass rund die Hälfte der Lebensmittelabfälle komplett unnötig sind. Während der Abfall der privaten Haushalte vernichtet werden muss, geht die Industrie grösstenteils produktiver mit den Abfällen um. Bis zu 75 Prozent der industriellen Abfälle wird an Nutztiere verfüttert und weitere 20 Prozent werden durch Biogas in Energie umgewandelt.

Es muss aber eindrücklich darauf hingewiesen werden, dass die Abfälle am Ende der Wertschöpfungskette, wie zum Beispiel in den Haushalten, der Gastronomie oder dem Einzelhandel, eine viel höhere Umweltbelastung darstellen, wie am Anfang der Wertschöpfungskette.

In Österreich soll die Lebensmittelverschwendung bis 2030 halbiert werden, das steht im Einklang mit den Bemühungen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung.

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