Opel Crossland: Einer für Alles

Motor | fahrfreude.cc Motor | fahrfreude.cc, Tips Redaktion, 19.03.2021 10:23 Uhr

Um auf die meisten Fragen des automobilen Alltages die richtige Antwort zu haben bietet sich der Opel Crossland an. Erst recht nach dem neuesten Facelift. Das darf man durchaus wörtlich nehmen, der Crossland ist von vorne quasi nicht mehr wiederzuerkennen.

Der neue Mokka lässt grüßen, seine „Vizor“ genannte Front schmückt jetzt auch den Crossland. Dessen moderne und schlicht schöne Wirkung wird von den neuen LED-Scheinwerfern und dem Unterfahrschutz noch unterstrichen. Ähnliches ist auch vom Heck zu berichten, neues Leuchtendesign und der nun selbstbewusst auf der Heckklappe stehende Name „Crossland“ komplettieren das insgesamt massiv an Charakter gewonnene Styling.

Nach dem Motto „Ein bisserl was geht immer“ lässt sich mit dem Griff zur neuen Ausstattungsvariante „GS Line+“ noch weiter an der Designschraube drehen.

Kenner wissen, „GS“ steht bei Opel für sportliches in verschiedenen Facetten. Im Fall des Crossland manifestiert sich dies hauptsächlich im farblichen Bereich. Zweifarbenlackierung und eine bis in das Interieur wirkende rote Dach-Designlinie stechen dabei sofort ins Auge. Gemeinsam mit den größeren Felgen bedient hier der Crossland geschickt das allgegenwärtige Verlangen nach Individualität und Lifestyle. 

Und das durchaus glaubwürdig, obwohl der Opel in Summe mehr der rationale Typ ist. Liegt womöglich daran, dass er quasi ein Mini-Van im zarten SUV-Gewand ist. Die Variabilität des Crossland ist ein echter Bringer, die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60:40 verschieben, die Neigung der Rücksitzlehnen ist einstellbar, es gibt einen zweifach in der Höhe verstellbaren doppelten Kofferraumboden und die Ladefläche selber bleibt bei umgelegten Rücksitzen eben. Ein Sammelsurium an Talenten, was weit aussagekräftiger ist, als bloße Abmessungen oder Angaben über maximales Kofferraumvolumen.

Damit es nicht nur den Ladeutensilien gut geht, besitzt auch der Crossland die opeltypischen Ergonomiesitze mit dem Gütesiegel „Aktion Gesunder Rücken“. Das entspannt ungemein, genauso wie der Blick auf das Armaturenbrett entspannt. Denn der Crossland hat sich für einen Mittelweg zwischen digitalem Overkill und analoger Bedienung entschieden. Klassische Armaturen und der 8„ Zoll große Touchscreen des im GS Line+ optionalen Multimedia Navi Pro ergänzen sich ganz wunderbar. Die Bedienung gestaltet sich kinderleicht, die Sprachsteuerung fällt demnach schon fast unter Luxus.

Den Luxus zum 1.2 Turbobenziner zu greifen sollte man sich auch leisten. Er ist der zweitstärkste Benziner, leistet 110 PS und 205 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen und ist an ein 6-Gang-Schaltgetriebe gebunden. Die Fahrleistungen sind völlig ausreichend, vielleicht nicht himmelhochjauchzend, aber immerhin so, dass auch die GS Line+ ihre Berechtigung hat. Der Sound ist typische Drei-Zylinder, in Sachen Fahrverhalten und Verbrauch bleibt der Crossland im positiven Sinne unauffällig.

Auffälliger ist da schon der Preis. Auffällig niedrig nämlich, bei EUR 24.699,00 startet der Crossland GS Line+. Die Serienausstattung ist recht ordentlich, in Sachen Infotainment und Assistenzsystemen ist aber Luft nach oben. Wie gut, dass die Extrapakete nicht nur preiswert, sondern auch sinnvoll geschnürt sind.

 

 

Echt lässig: Das er innen größer zu sein scheint als außen.

Echt stressig: Bei den günstigen Extras nicht pauschal einfach alle zu nehmen.

Echt fett: Die Variabilität.

Echt jetzt: Zu denken man  braucht mehr Auto als den Crossland.

 

Motor: 3-Zylinder-Turbobenziner

Leistung: 110 PS

Max. Drehmoment: 205 Nm / 1750 U.

Testverbrauch: 6,5 Liter

Vmax: 187 km/h

0 auf 100 km/h: 10,9 Sek

Preis ab EUR 24.699,00

 

by fahrfreude.cc

Kommentar verfassen

VW Golf Variant: Es lebe der Kombi

Die erste große Aufregung um den neuen Golf hat sich etwas gelegt. Ein guter Zeitpunkt für den Variant, um auf sich aufmerksam zu machen. Inwiefern die Letzen tatsächlich die Ersten ...

BMW 4er Coupé: Lebe lieber ungewöhnlich

Wer sich in unserer zusehends rationaler werdenden Autolandschaft gefangen fühlt, für den gibt es ein perfektes Fluchtfahrzeug: Das BMW 4er Coupé. Eh klar sieht sich der deutsche Premiumhersteller ...

VW Tiguan: Edler Zwirn von der Stange

Einen VW Tiguan zu fahren bedeutete auch, in der Menge etwas unterzugehen. Via aktuellem Facelift und der richtigen Konfiguration kann sich das rasch ändern. Der Bestseller aus dem Hause Volkswagen ...

Toyota Yaris: Einer wie Keiner

Dass der Yaris mit seiner Hybridtechnik ein außergewöhnlicher Kleinwagen ist, ist nichts Neues. Das sportliche Design des neuen Modelles dagegen schon. Der Zug zu mehr Dynamik im eigenen ...

Ford Ranger Raptor: Dominante Spezies

Sie stehen auf Aufmerksamkeit? Werden gerne von wildfremden Menschen auf ihr Auto angesprochen? Dann wäre der Ford Ranger Raptor etwas für sie. Im dritten Teil von Jurassic Park hieß es, ...

Hyundai i20: Jetzt auch für Kinder

Nein, nicht zum Selberfahren, sondern zum Mitnehmen. Der neue i20 wurde größer, moderner und so ganz nebenbei auch noch schicker. Fair ist die Welt zu Autos im Ausmaß eines Hyundai ...

Land Rover Plug-In-Hybrid Experience Tour

Im Zuge der Land Rover Experience gab der britische Premium-Hersteller einen ersten Vorgeschmack auf ein sehr aufregendes Jahr 2021. Im positiven Sinne versteht sich, Aufregung gab es im Vorjahr ja ...

Österreich führend in der Robotertechnologie

Die Roboter haben sich in den letzten Jahren immer beliebter gemacht und kommen zudem in einer Vielzahl von Branchen verstärkt zu ihrem Einsatz. Die Automobilindustrie lässt bereits mehr als ...