Ab in die Wildnis - mit dem Alpenverein Urfahr-West

Alpenverein Urfahr-West, Leserartikel, 14.08.2020 18:22 Uhr

Unter diesem Motto stand meine erste Wildnistrekking-Tour in den Nationalpark Kalkalpen Anfang August. In einer kleinen Gruppe durchstreiften wir das Reichraminger Hintergebirge jenseits der bekannten Wanderwege und folgten verwilderten Forststraßen, rauschenden Bächen und verlassenen Tälern.

Ausgangspunkt unserer Reise war der Hauptbahnhof in Linz, da unsere Anreise nach Windischgarsten mit dem Zug erfolgte. Vor der Abfahrt organisierten wir noch die gemeinsame Verpflegung. Nach kurzer Abklärung in der Gruppe zwecks Essenswünschen war der Einkaufszettel schnell fixiert und ein Teil der Gruppe im Geschäft unterwegs, um alles zu besorgen: Couscous, Reis, Trockenfrüchte, Gemüse, Haferflocken, Gewürze, Mehl und vieles mehr. Es kommt dann doch einiges zusammen, wenn 5 Personen 4 Tage lang keinen Hunger leiden sollen. Kurz vor Mittag war alles auf die Rucksäcke aufgeteilt und wir saßen im Zug nach Windischgarsten, unserem Startpunkt in die Wildnis.

Um jedoch dorthin zu gelangen, mussten wir zuerst die Zivilisation hinter uns lassen. Mit dem noch ungewohnten schweren Gepäck am Rücken durchquerten wir Windischgarsten und folgten dem Leitersteig hinein in den Nationalpark Kalkalpen. In den nächsten Tagen legten wir viele Kilometer auf unterschiedlichsten Untergründen zurück. Die bestehenden Wanderwege machten uns das Weiterkommen einfach und waren immer Teil unserer Tagesetappen. Wo es jedoch ging, wichen wir auf verwilderte Wege und wegloses Gelände aus. Ob es nun der kurze Abstecher in den verlassenen Schafgraben, der Abstieg vom Größtenberg durch das steile Ahorntal oder eine schöne Gratwanderung entlang vom Langfirst war, es hatten alle Etappen ihren Reiz und ihre Herausforderungen.

Auch vor und nach den jeweiligen Tagesetappen gab es viel zu tun. Das Lager mitsamt Tarps zum Schlafen wurde abends auf- und morgens wieder abgebaut. Holz hacken und ein Lagerfeuer entfachen, das Frühstück und Abendessen kochen oder den eigenen Rucksack aus-, ein- und umpacken. Neben diesen Tätigkeiten blieb aber auch noch genug Zeit um die kalten Gebirgsbäche mitsamt den einladenden Badebottichen im Sonnenschein zu genießen oder bei Feuerschein auf die Sterne zu warten.

Eine kurze Info noch zum Schluss für alle Interessierten: für unsere Nächtigungen nutzen wir die Biwakplätze Steyrsteg und Weißwasser des Nationalparks Kalkalpen.

Florian Leibetseder

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