Kleiner Priel – der unterschätzte kleine Bruder

Kleiner Priel – der unterschätzte kleine Bruder

Tips Blogger Tips Blogger, Tips Redaktion, 29.05.2018 15:00 Uhr
Tourdaten
WANDERUNG
Dauer 4:00 h
Steigung 0 %
Höhenmeter 1545 m
Schwierigkeit mittel
Kondition
Technik
Höhenlage
2136 m 591 m
Eigenschaften
  • aussichtsreich
  • unberührter Naturgenuss
Wegbeschaffenheit
  • Asphalt
  • Schotter
  • Fels
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Kategorie: Gipfel-Wanderung
Ort: 4573 Hinterstoder
Region: Kirchdorf
Ausgangspunkt: Kindergarten Hinterstoder

Anfahrt

Beschreibung

Hört man den Namen Priel denkt man automatisch an den Gr. Priel im Toten Gebirge. Er überragt mit seinen 2.515 Höhenmetern alle anderen Berge in der Umgebung. Sein markantes, schroffes Erscheinungsbild zieht zahlreiche Wanderer an. Am Weg kommt man am Prielschutzhaus vorbei wo man neben guten Essen auch die Möglichkeit zur Nächtigung hat.  

 

Sein kleiner Bruder der Kl. Priel mit einer Höhe von 2136 m hingegen wird viel seltener begangen. Ich muss gestehen, ich war bisher auch noch nie oben. Bis gestern. Ich wollte mir selbst ein Bild verschaffen ob die Tour sehenswert ist. Wir sind direkt in Hinterstoder beim Kindergarten gestartet und den Wegweisern erst entlang der Asphaltstraße in steilen Serpentinen bergauf gefolgt. Weiter oben geht die Straße in eine Schotterstraße über. Schon bald steigt der Wanderweg steil über eine Wiese bergauf. Man geht durch dunklen, märchenhaft anmutenden Nadelwald, weiter durch lockeren Mischwald in Serpentinen hoch. Der Aufstieg ist durchgehend steil und man macht schnell Höhenmeter. Durch die süd (west) seitige Lage ist es auch schon im Frühling angenehm warm und bei Zeiten schneefrei. Schnell ist man aus der Waldzone heraus und steigt weiter durch latschiges Gelände. Hier darf man sich bereits über einen herrlichen Rundumblick freuen.

 

Bis zum Grat sind wir locker gelaufen. Von dort an wollten wir es etwas gemütlicher angehen und sind weitergewandert.

Am Grat angelangt sieht man bereits den Gipfel. Man wandert direkt am Grat entlang bis man den letzten Anstieg über ein Geröllfeld in Angriff nimmt. Oben angekommen verstehe ich nicht, warum die Leute lieber auf den großen Priel gehen. Die Aussicht ist mindestens genauso schön. Der Blick zum großen Bruder und den Zwillingskogel ist fantastisch!

Wir machen es uns auf dem Gipfelplateau in der Wiese gemütlich und entspannen ein Weilchen in der Sonne bevor wir den Abstieg auf dem gleichen Weg antreten.

Die Vorteile dieser Tour sehe ich in der deutlich kürzeren Aufstiegszeit bedingt durch das durchgängig steile Gelände und die kürzeren Wegstrecken. In etwa 3-4 Stunden erreicht man den Gipfel über gut markierte und sichere Wege. Mit Kindern sollte man im Bereich des Grates sehr achtsam sein, da hier einige Stellen gefährlich sein können.

 

Landschaftlich steht dieser Berg seinem großen Bruder in nichts nach! Mich wird der kleine Priel auf jeden Fall bald wiedersehen.

 

Eingesendet von:

Sabine Knoll

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