Losenstein: Bergerlebnis Schieferstein

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 24.02.2021 08:35 Uhr

Am rechten Ennsufer, zwischen Reichraming und Losenstein, dominiert das eigenartige Fels-horn aus Schiefergestein, dessen Besteigung sich großer Beliebtheit erfreut, und das nicht nur der prächtigen Aussicht wegen. Schon der oft mühsame Anstieg wird hier zum Genuss in Form einer herrlichen, überaus interessanten Kammwanderung, die allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.von MICHAEL WASNER

Leicht verwirrend erscheinen am kleinen Parkplatz die Wegschilder zum Schieferstein mit völlig konträren Richtungspfeilen: Nach rechts führt E71/AV24 über den Pfennigstein und links die etwas leichtere Route E72/AV25 übers „Gschoad“ (beide mit gleicher Zeitangabe 2 Std. und 10 Min.), die sich als Abstieg besser eignet.

Also die Auffahrt im spitzen Winkel rechts hoch zum Bergbauernhof Hack, über eine Wiese mit schönem Blick auf Losenstein dem Wald zu und dort zwischen den Hackermauern herum zum Klettergarten Pfennigstein, dessen 60 m hoher Felsturm nördlich umgangen wird. Der Weg wird schmäler, das Gelände felsiger, alpiner und es beginnt eine ungemein abwechslungsreiche Gratwanderung über den lang gezogenen Nordwestkamm des Schiefersteins.

Ein Felskoloss scheint den Weiterweg zu versperren, doch rechts unterhalb lässt sich das Hindernis leicht umgehen. Über die nächsten Felsen helfen Leitern und einige Stahlstifte gut hinweg, wobei der nahe Waldbestand kaum Schwindelgefühle aufkommen lässt. Schöne Ausblicke werden frei zur nahen Habichleralm und auf das Reichraminger Ennstal.

Der Steinerne Jäger

Vom nächsten Grataufschwung grüßt bereits das Gipfelkreuz vom „Steinernen Jäger“, ein der Sage nach für seine Frevel bestrafter, zu Fels erstarrter Jäger. Von links mündet die Route E72/AV25 vom „Gschoad“ ein, welche wir als Abstieg benutzen werden (1.030 m). Nach 10 Minuten erreichen wir den unmittelbaren Gipfelgrat und in weiteren 10 Minuten stehen wir in der Scharte vor dem senkrecht abstürzenden Gratzacken des „Steinernen Jägers“. Eine kurze Eisenstange, Haltebügel und Stahlseile sichern den etwas heiklen Übergang zum Gipfelkreuz, 1.185 m – 2 Stunden.

Über den Grat zum Schieferstein Gipfelkreuz

Um zum Gipfelbuch des Schiefersteins (1.206 m) zu gelangen, müssen wir von der Scharte noch etwa 50 Höhenmeter und 400 m Grat überwinden. Der Lohn ist eine faszinierende Aussicht über das Ennstal, auf Ybbstaler Alpen, Gesäuse, Hintergebirge, Sengsengebirge und Totes Gebirge.

Abstieg über den Nordhang

Für den Abstieg gehen wir vorerst den gleichen Weg zurück bis zur Abzweigung Losenstein E72/AV25 und queren anschließend den Nordhang des Schiefersteins in östlicher Richtung. Bald quert eine neue Forststraße. Auf ihr ließe sich der weitere Abstieg durch die bewaldete Steilflanke (bei Nässe Rutschgefahr) zu einer Jagdhütte nahe der Abzweigung „Gschoad“ recht angenehm umgehen. Dahinter Abstiegsmöglichkeit auf E72a zu einem weiteren kleinen Parkplatz am Güterweg Schieferstein zwischen den Gehöften Diwald und Miesriegl (kürzeste und leichteste Variante zur Schiefersteinbesteigung). Wir halten uns jedoch an die Hauptroute E72 (AV25 und 467, Parkplatz Hack 35 Min.) und erreichen nach kurzem Forststraßenmarsch und schönen Waldwegen eine große Viehweide, über die mit schönen Ausblicken ins Ennstal wieder zum Güterweg Schieferstein abgestiegen wird.

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