Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK ROHRBACH. Durchwegs positiv sind in der Region die Reaktionen auf die gestrige Präsentation der Systementscheidung für die Mühlkreisbahn. Die unabhängige Plattform „Zugkunft Mühlkreisbahn“ sieht etwa die Zukunft der Regionalbahn gesichert. Auf den „Schritt in die richtige Richtung“ müssten jetzt aber Sofortmaßnahmen folgen.
 

Nach der Systementscheidung für die Mühlkreisbahn soll jetzt auch die Endstation Aigen-Schlägl fixiert werden.

„Das klare Bekenntnis zu einer modernisierten und normalspurigen Mühlkreisbahn wird im Oberen Mühlviertel mit Erleichterung aufgenommen“, kommentiert der Sprecher der Plattform, Alois Hain, die Systementscheidung. Nach jahrelangem Hin und Her habe nun mit diesem klar durchdachten und bei entsprechendem Willen aller Beteiligten gut umsetzbaren Konzept die Vernunft gesiegt. „Damit wurde letztlich der krausen Schmalspur-Idee früherer Verkehrsreferenten eine klare Absage erteilt“, ergänzt Hain.

Baldiger Projektstart notwendig

Nunmehr hofft die Zugkunft Mühlkreisbahn auf eine rasche Umsetzung des Projektes: Höchste Priorität hat für die regionale Plattform die Beseitigung der immer noch bestehenden Langsam-Fahrstellen und zusätzliche Maßnahmen, die eine Verkürzung der Reisezeit bewirken. Diese könnten bereits als Vorleistung gemacht werden, auch wenn die innerstädtische Verlängerung zum Linzer Hauptbahnhof erst später folgt, ist man bei der Zugkunft überzeugt.

„Auch der Fahrplan bedarf einer dringenden Verbesserung“, bringt Robert Mayr vom Verein Fahrgast vor allem die 4-Stunden-Löcher am späten Vormittag und frühen Nachmittag  ins Gespräch. „Diese müssen ehest geschlossen und der Takt wieder eingerichtet werden. Denn sonst kann die künftige Bedeutung der Schiene nicht glaubhaft vermittelt werden.“

Meilenstein für Mühlkreisbahn

Generell hofft man in der Mühlkreisbahn-Region auf rasches Handeln. „Die präsentierte Lösung ist ein Meilenstein für die Bahn und eine zukunftsorientierte Lösung. Aber jetzt heißt es anpacken und den Rest der Strecke attraktivieren“, betont auch der ehemalige ÖBB-Regionalmanager Robert Struger.

Endpunkt Aigen-Schlägl fixieren

Wie weit die Mühlkreisbahn überhaupt ins Obere Mühlviertel fahren wird, bleibt nach wie vor offen. Alois Hain ist überzeugt: „Will man der Abwanderung entgegenwirken, muss die modernisierte Mühlkreisbahn bis zum Böhmerwald fahren. Die Landesgartenschau 2019 in Aigen-Schlägl wäre eine schöne Möglichkeit, um bereits die erste Etappe der modernisierten Mühlkreisbahn zu präsentieren.“

Auch die Grünen pochen auf die Endstation in Aigen-Schlägl. „Für uns Mühlviertler ist eine attraktive Bahnverbindung bis Aigen-Schlägl weiterhin in Gefahr“, zeigt LAbg. Ulrike Schwarz auf und kündigt an: „Der Bezirk Rohrbach wird gegen eine verkürzte Version der Bahn massiven Widerstand leisten.“ Ohnehin warnen die Grünen vor überzogener Euphorie: In Oberösterreich sei schon vieles fix gewesen, ohne dass es jemals zur Realisierung gekommen ist.


Mehr zum Thema

Mühlkreisbahn fährt künftig auf Normalspur mit leichteren Fahrzeugen bis zum Hauptbahnhof
Artikel

Mühlkreisbahn fährt künftig auf Normalspur mit leichteren Fahrzeugen bis zum Hauptbahnhof

BEZIRK ROHRBACH. Nachdem mehr als 20 Jahre lang über die Mühlkreisbahn und deren Zukunft als City S-Bahn, als Regioliner oder RegioTram ...


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden