Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Leserartikel Christian Hartl, 13.11.2015 09:27

AIGEN-SCHLÄGL. Bier, Bewegung und turbulente Zeiten standen beim diesjährigen Bockbieranstich der Stiftsbrauerei Schlägl im Mittelpunkt. Abt Martin Felhofer und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner schlugen das Fass an.

Abt Martin Felhofer und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner beim Anschlagen des Fasses. (c) Hartl
  1 / 2   Abt Martin Felhofer und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner beim Anschlagen des Fasses. (c) Hartl

„O'zapft is!“ - so würde man jenseits des Weißwurstäquators in Bayern das gelungene Anzapfen des Bierfasses kommentieren. Aber Aigen-Schlägl befindet sich ein paar Kilometer jenseits der Grenze und deshalb läuft der traditionelle Bockbier-Anstich anders ab. „Bewegung“, lautete das Motto bei der diesjährigen Präsentation des Doppelbocks, der mit 9,3 Prozent Alkohol und einer Geschmacksnote zwischen Papaya und Waldhonig eine wahre Bierspezialität ist, die sich kein Freund edler Hopfengetränke entgehen lassen soll. Für das Geschmackserlebnis verantwortlich zeigt sich Braumeister Reinhard Bayer.

Bier und Bewegung

Dass Bier das beste Beispiel für Veränderung ist, erklärte Abt Martin Felhofer damit, dass die Rohstoffe zu einem flüssigen Nahrungsmittel veredelt werden, deren Werte erhalten bleiben. Zum Thema Bewegung meinte er: „Wer sich nur bewegt, wird krank und wer nur Bier trinkt wird ebenfalls krank“. Da brauche es einen gesunden Mittelweg. Bewegt hat sich auch einiges in der Stiftsbrauerei Schlägl: Neue Bierspezialitäten wie das „Abtei 2014“, „Triple“, der „Bio Roggenbock“ oder das Holunder-, Kirsch- oder Schwarzbier sowie „der Starke“ fanden ihren Weg auf den Markt. Die Einwegflaschen-Etiketten erhielten ein neues Layout. Auch die „Hoftaverne“ beim Stift wurde generalsaniert - darin befinden sich jetzt Büroräume.

Bewegung und Politik

Über ein ernstes Thema referierte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (VP), der das Thema zum Anlass nahm, um über die Flüchtlingsbewegung zu informieren. „Wir müssen europaweit Solidarität zeigen und dieses Problem gemeinsam anpacken“, meint er. Neben einer kontrollierten Steuerung der Menschenströme brauche es auch den Willen, die Probleme vor Ort zu lösen. „Wir stehen erst am Anfang dieser Aufgabe“, mahnte er. Angst, so Mitterlehner weiter, brauche man aber keine haben. Trotzdem: „Wir brauchen wieder mehr Respekt im Umgang miteinander“, sagte Mittlerlehner, der diesen vor allem in der zwischenmenschlichen Kommunikation und in öffentlichen Aussagen vermisse. Für 2016 prognostizierte er ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden