Rechnungshof schlägt für Mühlkreisbahn eine Wirtschaftlichkeitsprüfung ab Rottenegg vor
BEZIRK ROHRBACH/LINZ. Die Mühlkreisbahn und deren Attraktivierung stand auf dem Prüfstand des Rechnungshofs. Die abschließende Empfehlung: Der Abschnitt nördlich von Rottenegg bis Aigen-Schlägl soll genauer hinsichtlich Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

Bisher ist noch nicht entschieden, ob die Mühlkreisbahn über Rottenegg hinausgeführt werden soll. Denn die der Überprüfung zugrundeliegende Systemstudie weist auf große Nachteile und Schwachstellen hin. „Das Land OÖ sollte jetzt analysieren, ob ein wirtschaftlicher Betrieb erfolgen kann und dann entscheiden, wie das Gesamtsystem für den Öffentlichen Verkehr in diesem Bereich gestaltet werden kann“, sagt Landesrechnungshof-Direktor Friedrich Pammer. Auch im Hinblick auf die Anbindung an den Hauptbahnhof empfiehlt der Rechnungshof „vor weiteren Entscheidungen und Finanzierungsbeschlüssen die Kosten umfassend neu zu kalkulieren und die Schatzung für das Fahrgastpotential zu vertiefen, um zu einer wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung zu gelangen.“ Das Land solle alle Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Optimierung des Projektes ausschöpfen, und vor allem eine möglichst tunnelfreie Trassenführung nutzen.
Weiterführung ist unabdingbar
Eine weitere Führung der Mühlkreisbahn bis Aigen-Schlägl ist für die Grüne-LAbg. Ulrike Schwarz unabdingbar: „Es geht um eine verkehrspolitische und strategische Zukunftsentscheidung, sowohl für den Großraum Linz als auch für das nördliche Mühlviertel.“
Keine Mühlkreisbahn - keine Donaubrücke
Dreiländer-Infrastrukturvereinsobmann Walter Höllhuber aus Schwarzenberg hat für die Empfehlung des Rechnungshofs, vor weiteren Planungen die Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und vor allem für die Stadt Linz zu optimieren, absolut kein Verständnis. Diesem mangle es an „Informationen und Unterlagen, um überhaupt so eine Bewertung vornehmen zu können.“ Denn die Mühlkreisbahn sei ursprünglich als Verbindungsstrecke von der Westbahn zu den bayrischen und böhmischen Bahnen beschlossen worden. Die Strecke Urfahr-Aigen war lediglich die erste Bauetappe, die heuer übrigens 130 Jahre alt wird. „Wir appellieren an die Politiker von Stadt und Land, die Planungen unter Hochdruck fortzusetzen oder gleich den Baustopp zu verfügen. Denn eine neue Brücke ohne Eisenbahn wird es nicht geben“, zeigt sich Höllhuber kämpferisch. Da es nach wie vor gegensätzliche Interessen gibt, sei es Aufgabe der Landesregierung eine für alle tragbare Lösung durchzusetzen.


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