Abgestufter Wiesenbau ist Lösungsweg für eine nachhaltige Bewirtschaftung im Grünland

Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 15.07.2019 18:35 Uhr

AIGEN-SCHLÄGL/OÖ. Eine optimale Bewirtschaftung des Grünlands wird durch den Klimawandel und den Engerlingbefall immer wichtiger. Eine Möglichkeit für die nachhaltige Bewirtschaftung kann der abgestufte Wiesenbau sein, der an der Bioschule Schlägl als Modellprojekt erprobt wurde. Dabei geht es darum, Futterproduktion und Artenvielfalt in Einklang zu bringen.

Zwei Jahre lang, zwischen 2016 und 2018, hat man auf Modellbetrieben in der Region Mühlviertel und angrenzenden Bezirken versucht, den abgestuften Wiesenbau als nachhaltige Bewirtschaftungsform zu etablieren. Johann Gaisberger, Direktor der Bioschule Schlägl, zieht Bilanz: „Das Grünland ist Grundlage für die Existenz vieler Absolventen unserer Schule. Der abgestufte Wiesenbau ist ein wichtiger Lösungsweg zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit einerseits und zur Sicherung der Biodiversität andererseits.“ Am Biokompetenzzentrum in Schlägl sollen weitere Versuche dazu durchgeführt werden, „hier gelingt es uns, Ausbildung, Versuchstätigkeit und Praxis zu vereinigen“, zeigt Gaisberger auf.

Wiesen unterschiedlich intensiv bewirtschaften

Das Konzept der abgestuften Grünlandwirtschaft beruht darauf, dass die Grünlandflächen auf einem Betrieb unterschiedlich intensiv bewirtschaftet werden – also in ertragsbetonte und nutzungsreduzierte Wiesen aufgeteilt werden. „Neben der unterschiedlichen Anzahl an Schnitten werden auch die Ernährung der Pflanzen durch die Rückführung von Nährstoffen und die Auswahl des Pflanzenbestandes auf den Flächen unterschiedlich gestaltet“, erklärt LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger. Das soll zu vitalen Böden, gesunden Kühen und einer hohen Artenvielfalt führen.

Für Agrarlandesrat Max Hiegelsberger ist klar, dass „die abgestufte Grünlandwirtschaft in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen wird. Daher planen wir auch, das Beratungsangebot in diese Richtung auszubauen. Ob und wie diese Bewirtschaftungsform in der gemeinsamen Agrarpolitik verankert werden kann, hängt von den laufenden Verhandlungen und der zukünftigen Ausgestaltung ab“, sagt Hiegelsberger.

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