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ALBERNDORF. 27 Dörfer gehören zur Gemeinde Alberndorf im Mühlviertel. Geprägt ist die Gemeinde vor allem durch den starken Zuzug – aufgrund der Nähe zu Linz, der sie immer wieder vor viele Herausforderungen stellt. Deswegen wurde in diesem Jahr bereits der erste Agenda 21-Prozess gestartet.

Das parteiübergreifende Steuerungsteam: (v. l.) Peter Griesmeier (ÖVP), Irene Fellner (FPÖ) und Josef Rammerstorfer (SPÖ) Foto: Gemeinde Alberndorf

Ziel ist es, mit den Bürgern die Gestaltung der Gemeinde in der Zukunft auszuloten und sie langfristig stärker in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Innovative Wege will Alberndorf etwa als Pilotgemeinde für „Digitale Beteiligung“ und mit dem Projekt „GemeindeNavi – Agenda 2030“ gehen.

Schon zuvor gab es in der Gemeinde zahlreiche Initiativen rund um die Themen Familienfreundlichkeit, Gesundheit, Klimaschutz, Jugendbeteiligung und Nahversorgung. So sollte eine hohe Lebensqualität geschaffen werden. Um diese nun weiterzuentwickeln und die Bevölkerung mehr in Entscheidungsprozesse einzubinden, wurde der Agenda 21-Prozess gestartet.

Es soll vielfältige Beteiligungsformate geben, mit denen die Gemeinde neue Ideen und Potentiale entdecken und die Bürger dazu einladen will, den Lebensraum aktiv mitzugestalten. „Gerade die Einbindung der Gemeindebevölkerung in die kommunale Planung eröffnet ungeahnte Möglichkeiten und Chancen. Ich erhoffe mir viele Ideen für unsere Gemeinde und innovative Köpfe, die uns bei der Umsetzung unterstützen. Das hilft uns Alberndorf auch für die Zukunft stark, attraktiv und lebenswert zu machen“, sagt Bürgermeister Martin Tanzer. 

Global denken, lokal handeln

Als erster Anknüpfungspunkt und Erweiterung des Blickwinkels soll die Agenda 2030 dienen. Dabei geht es um ein neues, weltweites Nachhaltigkeitsprogramm, das im Jahr 2015 von insgesamt 193 Staaten beschlossen wurde. Für die mehr als 2.000 österreichischen Gemeinden ist diese eine Chance, das Prinzip „global denken und lokal handeln“ umzusetzen.  

Gemeinsam mit dem Regionalmanagement OÖ hat die oö. Zukunftsakademie das  „GemeindeNavi – Agenda 2030“ hervorgebracht. Darin werden 17 globale Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 in die Realität der oberösterreichischen Gemeinden übersetzt. Alberndorf ist eine der ersten Gemeinden, die diese Möglichkeit nutzen wird.

Dazu wird es auch einen Workshop am 24. April um 19 Uhr im Gemeindesaal geben. Das Agenda 21-Team lädt Interessierte ein, sich zu beteiligen. Um Anmeldung bei Andreas Burgstaller unter 07235/715515 oder unter burgstaller@alberndorf.ooe.gv.at werde gebeten.

Bürgerbeteiligung analog und digital

Anfang Mai wird dann der erste Alberndorfer Bürgerrat folgen. Hier werden zufällig aus dem Melderegister ausgewählte Gemeindebürger an einem eineinhalb-tägigen Workshop teilnehmen. Bei dem Workshop haben sie auch die Chance, sich mit Anliegen und Ideen in die Gemeindeentwicklung einzubringen. Zeitgemäß will man außerdem eine digitale Beteiligungsform im Prozess ermöglichen. Das Bürgercockpit, eine App und eine Webplattform sollen das möglich machen. 


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