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ALTMÜNSTER. Drohnen, Melkroboter und selbstfahrende Traktoren – über 200 Teilnehmer diskutierten im Ausbildungszentrum Altmünster über die Folgen der Digitalisierung für die Landwirtschaft.

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Hanni Rützler, Hubert Huber, Direktorin des ABZ Salzkammergut Barbara Mayr, Siegfried Pöchtrager (v. li.) Foto: Land OÖ/Daniela Sternberger

Auf Einladung von Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger füllten kürzlich mehr als 200 Teilnehmer den Veranstaltungssaal im Ausbildungszentrum in Altmünster. Bei der zweiten Station des Strategieprozesses „Zukunft Landwirtschaft 2030“ trugen die Wissenschaftlerinnen Hanni Rützler und Mahshid Sotoudeh vor. Ihre Einsichten zu Ernährungstrends und den Auswirkungen der digitalen Entwicklung auf die Landwirtschaft sorgten dabei für rege Beteiligung und Diskussionsbedarf. „Unser Strategieprozess schafft es mit den moderierten Publikumsveranstaltungen, die betroffenen Bäuerinnen und Bauern wirklich miteinzubeziehen. Nicht umsonst haben wir diese Termine Dialogplattformen genannt. Ganz bewusst wählen wir Referentinnen aus, die nicht unmittelbar aus dem Agrarbereich kommen.  So entsteht ein Dialog auch bei heiklen Themen, bei denen ansonsten oft nur übereinander geredet wird. Gestern in Altmünster haben die Bäuerinnen und  Bauern im Publikum intensiv die Themen Ernährung und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Landwirtschaft diskutiert. Die Leidenschaft und das Engagement in der Diskussion machen klar, dass die Landwirtschaft in Oberösterreich auf viele engagierte Menschen zählen kann“, sagt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Plädoyer für das Verlassen eingetretener Pfade

Mahshid Sotoudeh forscht im Bereich Technikfolgen-Abschätzung aufbauend auf ihrem fachlichen Hintergrund in Chemie und Verfahrenstechnik. Sie beschäftigt sich im Besonderen mit den Zusammenhängen zwischen Technologie und Nachhaltigkeit, mit partizipativen Methoden und der Vorausschau technischer Entwicklungen. Sotoudeh veranschaulichte in ihrem Vortrag die Folgen der Digitalisierung auf die Lebenswelt und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft. Auf das Thema Nachhaltigkeit ging sie im Lichte der 17 Sustainable Development Goals der UN ein. „Die Landwirtschaft hat eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieser Ziele inne. Innovationen in der Landwirtschaft und die stetige Weiterentwicklung des Sektors sind notwendig, können aber nur im Wechselspiel mit der Zivilgesellschaft erfolgen. Während technische Weiterentwicklungen wie der Melkroboter akzeptiert werden, sieht es bei Pflanzenschutzmitteln gänzlich anders aus, um ein Beispiel zu nennen“, sagte Sotoudeh. 

Dem Strategieprozess „Zukunft Landwirtschaft 2030“ gab sie mit auf den Weg, zuerst eine Vision zu entwickeln, wie die Landwirtschaft im Jahr 2030 aussehen soll und davon abzuleiten, welche Schritte heute zu setzen sind. Sotoudeh hob außerdem Diskussionsveranstaltungen an Schulen hervor: „Schüler müssen selbstständige und informierte Entscheidungen treffen können. Das ist die wichtigste Voraussetzung für eine positive Entwicklung.“


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