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Amstettner Stadtpolitiker appellieren, auf das Einsaugen von Laub zu verzichten

Michaela Aichinger, 30.09.2020 08:04

AMSTETTEN. Der Herbst ist da und damit auch das Laub. Stadtpolitiker bitten, auf Laubsauger zu verzichten.

VP-Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder und Umweltstadtrat Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder von den Grünen Foto: Stadtgemeinde Amstetten

„Vielen von uns ist es lästig: das regelmäßige Laub-Rechen. Daher greift man lieber zum Laubsauger“, so Umweltstadtrat Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder von den Grünen.

Auch Kleintierwelt wird aufgesaugt

„Aber dabei wird mit dem Laub auch die Kleintierwelt wie Pilze, Regenwürmer und Insekten aufgesaugt und gehäckselt“, so der Umweltstadtrat, der gemeinsam mit VP-Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder appelliert, auf den Laubsauger öfter zu verzichten.

„Man nimmt Tieren die Nahrung“

„Mit dem Einsaugen nimmt man Igeln und Vögeln die Nahrung“, so Michaela Pfaffeneder. „All diese Lebewesen, auch das abgestorbene Pflanzenmaterial, führen Nährstoffe und Mineralien zurück in den Boden“.

Nicht ohne Laubsauger im städtischen Bereich - aber mit Rücksicht auf Igel & Co

Im städtischen Bereich sei es bei den großen Parkflächen oder Spielplätzen kaum möglich, ohne Laubsauger auszukommen. „Man wird aber dafür schauen, dass das Laub möglichst rasch – binnen eines Tages – wegkommt“, so Hörlezeder und Pfaffeneder, damit sich etwa keine Igel einnisten können, die man dann beim Aufsaugen verletzen würde.

Laubhaufen für Igel

Apropos Igel: diese kleinen Tiere, die derzeit mit der Suche nach einem Platz für den Winterschlaf beginnen, nutzen Laub- und Reisighaufen überaus gerne als Schutz vor der kalten Jahreszeit – ebenso wie viele Kleinlebewesen, die sich dorthin zurückziehen.


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