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WAIDHOFEN/YBBS. Mit einem breiten Angebot an Schulungs- und Trainingsangeboten unterstützen die AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) Kinder österreichweit beim Erlernen von Verkehrskompetenzen und verhelfen ihnen dadurch zur sicheren Teilnahme im Straßenverkehr. Am 23. November wurde dazu ein Aktion in der Volksschule Zell abgehalten.

Wer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung hielt, bekam zum Dank einen Apfel. (Foto: KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit))

Schüler der Volksschule Zell führten mit der Polizei vor der Schule Geschwindigkeitsmessungen durch und hielten die Lenkenden anschließend auf. Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt, wurde gelobt und erhielt einen Apfel. Wer zu schnell unterwegs war, wurde höflich ermahnt und erhielt eine „saure“ Zitrone. Gerade im Ortsgebiet – speziell in Tempo-30-Zonen bei Schulen – wird die erlaubte Geschwindigkeit von fast 60 Prozent der Fahrzeuglenkenden überschritten.

434 verletzte Kinder 2022

Wie wichtig Verkehrssicherheitsaktionen für die Kleinsten sind, zeigt die Unfallstatistik aus 2022: Österreichweit wurden am Weg zur Schule 434 Kinder verletzt und eines getötet. Mit der Aktion „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ verfolgen die AUVA und das KFV das Ziel, bei Kraftfahrzeuglenkenden mehr Bewusstsein für die Risiken von erhöhter Geschwindigkeit – und hier vor allem im Umfeld von Schulen – zu schaffen.

Wertvolle Aktion für beide Seiten

„Mit der Aktion erfüllen wir zwei wichtige Aufgaben auf einmal: Die Schüler erlernen spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernehmen die Verkehrserziehung der Erwachsenen. Mithilfe einer mobilen Tempoanzeige oder der Messpistole können sie die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge selbst messen und lernen so, die Geschwindigkeit besser einzuschätzen. Gleichzeitig werden die Fahrzeuglenker – mithilfe der Kinder – zu mehr Achtsamkeit und Rücksicht im Umfeld einer Schule animiert“, betont Bernd Toplak, Präventionsexperte der AUVA-Landesstelle Wien. „Die teilnehmenden Schüler arbeiten aktiv mit und haben Spaß an der Kommunikation mit den angehaltenen Lenkenden. Eine KFV-Evaluation hat gezeigt, dass diese Aktion einen sehr wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet und von Erwachsenen wie Kindern gerne angenommen wird“, so Sabine Kaulich, Verkehrsexpertin vom KFV.


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