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NÖ. Der Igel ist der Inbegriff eines ökologisch gepflegten Gartens. Derzeit befinden sich die stacheligen Tiere in den letzten Wochen des Winterschlafs. „Natur im Garten“ verrät, wie Gartenbesitzer Igel bestmöglich unterstützen können.

Igel sind standorttreue Tiere – wenn alles passt, bleiben sie. Foto: Ingrid Schantl
Igel sind standorttreue Tiere – wenn alles passt, bleiben sie. Foto: Ingrid Schantl

Ein ausgewachsener Igel hat eine Körperlänge von bis zu 30 Zentimeter, wiegt bis zu eineinhalb Kilogramm, besitzt bis zu 7500 Stacheln und hat eine Lebenserwartung von vier bis sieben Jahren. Damit ein Igel sein durchschnittliches Lebensalter erreicht, können Gartenfans die stacheligen Freunde unterstützen.

Standorttreue Tiere

„Igel sind standorttreue Tiere. Wenn sie sich in einem Garten wohlfühlen, dann werden sie die Gartenbesitzer ein Leben lang begleiten“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. Igel wissen sich zu revanchieren, denn als Insektenfresser stehen neben Käfern, Raupen und anderen Insekten auch Würmer, Spinnen und Schnecken auf ihrem Speiseplan.

Während der Aufwachphasen nicht stören

Im Winterschlaf sind Körperfunktionen wie Stoffwechselaktivität und Körpertemperatur stark herabgesenkt. Aufwachphasen kosten die Tiere deshalb viel Kraft. Damit sie gut über den Winter kommen, sollten sie daher ungestört bleiben. In der Aufwachphase, die zirka Mitte März beginnt, kann man Igel mit täglich frischem Wasser unterstützen. Futtergaben sind nur im äußersten Notfall zu empfehlen, denn Igel finden in einem Naturgarten üblicherweise genügend Futter. Wenn es unbedingt notwendig erscheint, kann man ihnen mit Haferflocken versetztes Nassfutter für Katzen reichen.

Kaufentscheidung: Elektrorasenmäher anstelle von Rasenroboter

Aufgrund des fehlenden Fluchtreflexes der Igel kann es zu folgenschweren Kollisionen und Verletzungen mit Rasenrobotern kommen. Denn Igel ziehen bei drohender Gefahr zuerst den Kopf ein, im nächsten Schritt rollen sie sich zusammen. „Wenn Gartenbesitzer vor der Anschaffung eines neuen Gerätes stehen, dann rät „Natur im Garten“, zu einem Elektrorasenmäher zu greifen“, so Batakovic.

Vorsicht beim Mähen

Egal, ob ein Rasenroboter oder ein Rasenmäher in Verwendung ist, sollte man vorab die zu mähende Fläche, insbesondere unter Hecken und Vorsprüngen, begutachten. Zudem ist es wichtig, Roboter nur tagsüber in Betrieb zu nehmen, um die nachtaktiven Igel nicht zu gefährden. Weiters sollte man auf chemisch-synthetische Pestizide verzichten. Darüber hinaus sind zu niedrig gesetzte Maschendrahtzäune oder zu eng montierte Zaunlatten für den Igel ein gefährliches Hindernis.


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