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MOSTVIERTEL. Hans Wurzer, Pfarrer von Opponitz, Hollenstein und Sankt Georgen/Reith, spielte als Tormann bei der Fußball-Europameisterschaft in Ungarn. Der 62-jährige Priester aus dem Ybbstal zeigte sich „durchaus zufrieden“ mit dem Ergebnis, dem achten Platz.

Priesternationalelf (Foto: Wolfgang Zarl)
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Die österreichische Priesternationalmannschaft rund um Präsident Michael Semmelmeyer (Kaplan in Perchtoldsdorf) erspielte bei der Fußballeuropameisterschaft der Priester in Kisvárda (Ungarn) Platz 8. Der Sieg ging an Polen, das im Finale die Slowakei besiegte. Kroatien holte Platz 3 vor den Gastgebern aus Ungarn.

Im kommenden Jahr 2026 wird Polen das Turnier in Lublin austragen. Michael Semmelmeyer berichtete von einer „tollen Atmosphäre mit einer gemeinsamen Religion, aber verschiedenen Kulturen“.

Über 200 Priester aus 14 Nationen

Die über 200 aus 14 Nationen angereisten Priester hatten abseits des Fußballs (genau genommen Futsal – Hallenturnier ohne Bande) die Gelegenheit, einander bei Gottesdiensten kennenzulernen. Bereichernd fanden viele die Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der Region sowie Abendveranstaltungen.

Semmelmeyer präsentierte dabei auch die neue Hymne der Priesterelf, die er mithilfe von Künstlicher Intelligenz geschaffen hatte.

Semmelmeyer: „Die ganze Stadt war unterstützend dabei“

„Hier in Kisvárda war die ganze Stadt unterstützend dabei, zahlreiche Schüler kamen zu den Matches und alle freuten sich wirklich, dass diese Veranstaltung bei ihnen stattfindet. Generell ist das eine Möglichkeit für eine außerordentliche Berichterstattung über die Kirche, für viele ist es aufrüttelnd, weil es einfach anders ist, als sie sich Kirche, Glaube und Priester vorstellen“, so Semmelmeyer.

Der Perchtoldsdorfer Kaplan weiter: „Für uns Priester entstehen durch das Turnier Möglichkeiten, über die eigenen Pfarrgrenzen hinauszuschauen. Wir schauen oft nur auf das in unserer Pfarre, haben den Rest vor lauter Arbeit oft nicht im Blick. Durch das österreichweite Team blickt man in Österreich über den Tellerrand und hat die Möglichkeit, neue Priesterfreunde zu finden.“

Bei solchen Turnieren finde man rasch Freunde aus anderen Ländern und tausche sich aus.

„Gespräche auf Augenhöhe“

Positive Erfahrungen waren für Semmelmeyer die „langen, sehr persönlichen Gespräche auf Augenhöhe“ am Abend mit den Priestern aus den anderen Ländern. Der Perchtoldsdorfer Kaplan zieht abschließend folgende sportliche Bilanz: „Die sportlichen Leistungen waren stark, trotz der Niederlagen. Im Vergleich zum letztem Jahr waren wir um vieles besser.“

Wolfgang Zarl, Mediensprecher des Teams, erinnert: „Für Österreich spielten Priester aus fast allen Bundesländern, hier wirkende Geistliche aus mehreren Nationen, mit einem Altersunterschied von rund 35 Jahren, Diözesan- und Weltpriester ...“

Zarl freut sich, dass es heuer ein ungewöhnlich großes Interesse an der österreichischen Priesterelf gegeben habe. Diese plane bereits Spiele für 2025, aber im Freien - und für gute Zwecke.


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