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MOSTVIERTEL. Im Rahmen der Initiative „Wir tragen Niederösterreich“ präsentierte Dorli Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, auf der Schallaburg gemeinsam mit Martin Lammerhuber und Guido Wirth eine Landkarte Niederösterreichs mit einer Auswahl herausragender Handwerksbetriebe, sowie von Museen mit Schwerpunkt Handwerk und außergewöhnlichen Handwerksmärkten bzw. Projekten rund ums Handwerk.

Aus dem Bezirk Amstetten: Schmied Thomas Hochstädt (Tannhäuser Schmiede), Maßschneider Hermann Fehringer, Ing. Karl Landl von Loden Landl, Schmied Josef Eybl (Eyblhammer), Dorli Draxler, GF Volkskultur Niederösterreich, und Guido Wirth, GF Schallaburg, präsentierten die neue Handwerkskarte der Volkskultur Niederösterreich.Foto: Volkskultur Niederösterreich

Die Schallaburg, wo dieses Jahr die Ausstellung „Der Hände Werk“ zu sehen ist, war der perfekte Ort, um nicht nur die neue, praktische und für alle am Handwerk interessierten unverzichtbare Karte zu präsentieren, sondern auch die vorgestellten Handwerker einzuladen und vor den Vorhang zu bitten. Diesmal waren sie nicht als Aussteller oder Produzenten eingeladen, sondern als Besucher der spannenden Ausstellung über die zahlreichen Facetten von Handwerk.

Rund 70 Handwerker kamen zur Präsentation - aus dem Bezirk Amstetten waren der Schmied Thomas Hochstädt von Tannhäuser Schmiede in Ybbsitz, Maßschneider Hermann Fehringer aus Stadt Haag, Ing. Karl Landl von Loden Landl in Hollenstein an der Ybbs undSchmied Josef Eybl, Eyblhammer, aus Ybbsitz gekommen.

„Die Ausübung und Weitergabe traditionellen Handwerks ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft Niederösterreichs: Mit Kreativität und Lösungen tragen die Handwerkerinnen und Handwerker zum Erhalt unseres Kulturerbes bei und leisten ihren Beitrag zu kultureller Nachhaltigkeit“, unterstreicht auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Bedeutung des traditionellen Handwerks und dieses Projekts.

Nicht zuletzt, weil einige Handwerkstechniken davon bedroht sind, unwiederbringlich verloren zu gehen, sind sie in den letzten Jahren wieder verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gerückt.

„Die gesamte Bandbreite des niederösterreichischen (Kunst-) Handwerks aufzuzeigen und nachhaltig zu vermitteln, aber auch die Wertschätzung von qualitätvoll und mit Liebe hergestellter Manufakturware zu fördern, ist uns ein großes Anliegen“, so Dorli Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, die sich über das große Interesse der Handwerker an diesem Projekt besonders freute.

Die Volkskultur Niederösterreich setzt sich schon seit Jahrzehnten mit dem überlieferten Handwerk auseinander: sei es in Kursen, in denen Handwerkstechniken vermittelt werden, die nur mehr auf informeller Ebene gelehrt werden, sei es mit Werkstattberichten über besonderes oder selten gewordenes Handwerk im Schaufenster Kultur.Region, sei es mit den Handwerksmärkten, die eben diese Handwerkstechniken erlebbar machen.

Traditionelles Handwerk beinhaltet die Ausübung von Fähigkeiten aufgrund profunder Ausbildung und großer Erfahrung. Es werden einzigartige Objekte oder kleine Serien, die künstlerischen Charakter haben, produziert. Die Meister des Handwerks beherrschen ihren Beruf in seiner Gesamtheit. Für die Fertigung einer Goldhaube ist die Kompetenz im Ausüben des Handwerks genauso wichtig wie für die Herstellung eines Maßschuhs. Ersteres wird nur mehr im Rahmen der Tätigkeit der Goldhaubengruppen weitergegeben, das Handwerk des Schuhmachers wird nach wie vor als Lehrberuf vermittelt.

Information und Bestellung der Handwerkskarte (gratis):

Volkskultur Niederösterreich

Donaulände 56

3500 Krems-Stein

office@volkskulturnoe.at

Tel.: 02732/85015


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