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AMSTETTEN. Wirtschaftsthemen standen im Zentrum der ersten Pressekonferenz von Christian Haberhauer (ÖVP) als Bürgermeister Amstettens.

Informierten über regionale Wirtschaftsthemen (v.l.): Manuel Scherscher (Ortsvorsteher Mauer-Greinsfurth, ÖVP), ÖVP-Bürgermeister Christian Haberhauer, Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) und Anton Geister (Ortsvorsteher Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth, ÖVP) Foto: Elli Stöckl

„Die Corona-Krise hat fast alle Wirtschaftszweige vor noch nie da gewesene Herausforderungen gestellt“, so Haberhauer. Seit seinem Amtsantritt habe er „schon viele Gespräche“ mit den Verantwortungsträgern der Amstettner Wirtschaft sowie mit Vertretern der Sozialpartner geführt, um sich ein Gesamtbild der aktuellen Situation in der Stadtgemeinde sowie der gesamten Region machen zu können. Obwohl auch Kommunen stark von Einbrüchen der Wirtschaftszahlen betroffen seien, sei es nun wichtig, Wirtschaftsimpulse zu setzen.

Neuer Wirtschaftspark

So soll etwa auf dem Gebiet der ehemaligen „Dannergrube“ in Mauer-Greinsfurth (gegenüber der Pappas Automobilvertriebs GmbH) auf einer Gesamtfläche von 58.000 Quadratmetern ein neuer Wirtschaftspark entstehen. „Die Nachfrage nach Gründen für gewerbliche oder industrielle Nutzung ist am Standort Amstetten – auch bereits für den neuen Wirtschaftspark – sehr hoch. Betriebsansiedelungen werden ab Herbst 2021 möglich sein. Die Stadtgemeinde tritt hier als Vermittler zwischen Firmen und Grundeigentümern auf“, so Haberhauer.

Zentraler Bauhof

Gleichzeitig sollen auf einem 24.000 Quadratmeter großen Teil des Wirtschaftspark-Areals die Bauhöfe der Stadtgemeinde zentral eine neue gemeinsame Heimat finden. Ziel sei ein „optimaler Ressourceneinsatz sowohl im Bereich der Mitarbeiter als auch im Maschinen- und Materialbereich“. „Durch die perfekte Verkehrsanbindung des Standortes ist eine optimale Erreichbarkeit aller Ortsteile gewährleistet“, ist der Bürgermeister überzeugt. Bei den derzeit etwa 100 Mitarbeitern soll es keine Einsparungen geben. Die Planung soll laut Haberhauer noch heuer beginnen. Zur Höhe der Investitionssumme äußerte sich der Bürgermeister nur vorsichtig: man rechne mit Kosten „in Millionenhöhe“.

„Grüne Handschrift“

Bei der Errichtung des Wirtschaftsparks inklusive Bauhof soll laut Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) auch eine „grüne Handschrift“ spürbar werden. „Wir werden vor allem beim Bauhof großen Wert auf eine ökologische und energieneutrale Bauweise legen“, so der Vizebürgermeister. Auch die Nähe des Wirtschaftsparks zur Forstheide sei ein Thema. „Das Projekt wird Natura 2000 nicht betreffen. Wir werden nichts auflockern oder aufweichen. Naturraum bleibt Naturraum“, so Hörlezeder. Für zukünftige Mitarbeiter der Betriebe stelle die unmittelbare Nähe zur Naturlandschaft der Forstheide sicher einen „großen Mehrwert“ dar.

Wirtschaftsservicestelle

Die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Amstetten erfordert laut Haberhauer „professionelle Strukturen“. Um dies zu erreichen, ist eine Wirtschaftsservicestelle geplant. Ihre Aufgaben sind die Erabeitung einer Entwicklungsstrategie für den gesamten Standort, Leerflächenmanagement oder etwa die Begleitung interessierter Betriebe von der Einreichung bis zur Eröffnung.

Interkommunale Arbeit

Für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung ist Haberhauer zufolge interkommunale Zusammenarbeit unerlässlich: „Amstetten ist ein begehrter Wirtschaftsstandort und kann nur weiterwachsen, wenn dies in Abstimmung mit den Umlandgemeinden erfolgt“.

Quartier A

Detail-Fragen zum geplanten Quartier A beantwortete der Bürgermeister nicht. Die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten des Areals rund um den Bahnhof in Amstetten seien Thema einer der nächsten Pressekonferenzen. Das Projekt werde jedenfalls auch interkommunal entwickelt.


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