Berglandmilch einer von 22 Vorzeigebetrieben
ASCHBACH. Das Klimaschutzministerium zeichnete 22 Vorzeigebetriebe aus, die als Vorreiter sukzessive die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und jährlich 10.400 Tonnen CO2 durch innovative Maßnahmen einsparen. Einer davon ist Berglandmilch eGen, einer von acht Standorten liegt in der Mostviertler Gemeinde Aschbach.

22 heimische Betriebe wurden für ihr außerordentliches Engagement in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz durch klimaaktiv, die Initiative des Klimaschutzministeriums (BMK), ausgezeichnet. In Summe sparen die prämierten Betriebe durch umgesetzte Maßnahmen jährlich rund 23,5 Millionen kWh an Strom und Wärme ein. Das entspricht einer Einsparung von rund 10.400 Tonnen CO2.
Beste Energie, die nicht verbrauchte
„Mehr denn je braucht es jetzt entschiedenes Handeln, um unsere Energie-Abhängigkeiten im Bereich fossiler Energieträger zu beenden und Österreich als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig und krisenresistenter zu machen. Die prämierten Betriebe sind exzellente Vorzeigebeispiele, wenn es um den Einsatz von erneuerbaren Energien und um wirkungsvolle Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz geht. Denn die beste Energie oder Kilowattstunde ist noch immer jene, die wir nicht verbrauchen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.
Betriebe setzen umfassende Maßnahmen
Von der optimierten Drucklufterzeugung über Wärmerückgewinnung bis hin zur Umstellung auf Biomasse wurden in den ausgezeichneten Betrieben umfassende und innovative Maßnahmen zur Einsparung von Energie und CO2 gesetzt.
Maßnahmen von Berglandmilch
Berglandmilch ist mit konkreten Projekten auf dem Weg, um nahezu komplett von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. Für Berglandmilch ist eine ressourcenschonende Verwendung von Energie ein wichtiges Anliegen. Neben betriebswirtschaftlichen Aspekten gehört der sorgsame und sparsame Umgang mit allen Energieträgern zur Unternehmenskultur. Das betrifft die gesamte Wertschöpfungskette und ist vor allem in den Werken gelebte Praxis. Im Bereich der Prozessanlagen und der Medienversorgung wird daher laufend an Optimierungsmaßnahmen gearbeitet. Zur Steigerung der Energieeffizienz wurden speziell in den letzten Jahren Wärmerückgewinnungssysteme errichtet, die ständig beobachtet und verbessert werden. Zu den Energiekennzahlen gehören die Energieverbräuche je Tonne angelieferter Rohmilch sowie je Tonne verarbeiteter Milch. Die Energiedaten werden großteils automatisiert erfasst und aufgezeichnet. Wöchentlich werden die Daten ausgewertet und analysiert, daraus werden Maßnahmen abgeleitet und kurzfristig umgesetzt.
Biogene Prozessdampferzeugung
Die Dampferzeugung erfolgte vollständig mit zwei erdgasbefeuerten Dampfkesseln. Die verbrauchte Gasmenge war von der Produktion abhängig. Die Raumheizung hatte kaum Einfluss auf den Verbrauch. Die Betriebsstunden lagen bei 8.760 Stunden, da ganzjährig produziert wird. Die Investition umfasste die Errichtung einer Hackgutheizung mit einer Nennleistung von 3.800 kW, die in einem neu zu errichtenden Betriebsgebäude am bestehenden Molkereistandort situiert ist. Das Betriebsgebäude beherbergt planmäßig ein Rohstofflager für die benötigten Hackschnitzel. Die Biomasseanlage bedarf einer Einbindung in das bestehende Prozessdampfsystem. Der Brennstoffbedarf wird überwiegend (zu mindestens 80 %) durch Waldhackgut regionaler Herkunft gedeckt werden. Die eingereichte Maßnahme dient der Forcierung von Energieträgern aus nachwachsenden Rohstoffen und soll im Sinne einer klimaverträglichen Produktion umgesetzt werden. Einzige Alternative zur Umsetzung der Berglandmilch eGen eingereichten Maßnahme ist der unveränderte Weiterbetrieb der bestehenden, voll funktionstüchtigen erdgasbefeuerten Dampfkesselanlagen mit unverändertem Erdgasverbrauch und CO2-Ausstoß wie bisher.


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