Stefan Pail: „Ich fahre sicher wieder nach Indien“
ANSFELDEN. Stefan Pail aus Ansfelden absolvierte seinen Auslandszivildienst in Vijayawada im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Der 20-Jährige arbeitete dort in einem Sozialprojekt mit, das Buben und junge Männer von der Straße und von Drogen wegbringen soll. Nun ist er wieder daheim und hielt kürzlich einen Vortrag über seine Indien-Reise. Tips traf den Heimkehrer zum Interview.

Tips: Was war für Sie persönlich am prägendsten auf Ihrer Reise?
Pail: Die kulturellen Umstellungen und die Hitze in Indien waren Dinge, die mich sehr mitgenommen haben in den ersten sechs Monaten.
Tips: „Ein Jahr danach“ – würden Sie es wieder machen? Wenn ja, würden Sie etwas anders machen?
Pail: Ja klar würde ich noch einmal so ein Jahr machen. Aber mit mehr Bildung, sprich mit einer besseren pädagogischen Ausbildung, so dass ich mehr weitergeben kann.
Tips: Was waren Ihre großen Erfolge in der Zeit als Zivildiener – gibt es konkrete Beispiele, denen durch Ihre Arbeit geholfen wurde?
Pail: Einer der prägendsten Momente war, als ein Jugendlicher, den ich unterrichtet habe, nach dreimonatiger Arbeit sein erstes Wort mit mir wechselte. Dieser Junge war 16 Jahre alt und redete die ersten drei Monate mit niemandem ein Wort, danach sprach er das erste Mal mit mir. Das war einer der bewegendsten und auch prägendsten Momente, den ich erlebt habe.
Tips: Haben Sie noch Kontakt zu den Familien?
Pail: Ja, ich habe noch relativ viel Kontakt per WhatsApp oder Facebook, aber es ist nicht immer leicht, von so einer Distanz aus und so einer Welt, wie wir hier in Mitteleuropa leben, mit Menschen im globalen Süden näher in Kontakt zu bleiben.
Tips: Wie sind Ihre Zukunftspläne?
Pail: Ich werde sicher wieder einmal nach Indien fahren und das Projekt besuchen. Ich möchte Offshoretechnik oder Meerestechnologie und Schiffsbau auf der FH Kiel studieren und hoffe, dass ich meinen Beruf dann auf der ganzen Welt ausüben kann.


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