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Artstetten. Obwohl das Trinkwasser seit Mitte November wieder uneingeschränkt genießbar ist, sind die Artstettner nicht beruhigt: Zu groß ist die Angst, dass das Wasser wieder verkeimt werden könnte.
 

Das Artstettner Trinkwasser, das vom Ostrong kommt, ist seit einigen Wochen wieder ohne Abkochen verwendbar. Die Chlorierung ist nach wie vor aufrecht. Foto: Wodicka

„Sie haben in Ihrem Artikel in der KW 46 über meine Frage nach der Beauftragung eines Zivilingenieurs berichtet – leider gibt es seitens der Gemeinde keine Informationen über die weitere Vorgangsweise“, schrieb Isabella Bieringer an die Tips-Redaktion. Offenbar fühlen sich die Einwohner noch immer zu wenig informiert.

Bürger fühlen sich uninformiert

Eine Anfrage an Bürgermeister Karl Höfer bringt etwas Licht ins Dunkel: Das Thema wird in den Ausschüssen der Gemeinde beraten. „Die Marktgemeinde Artstetten-Pöbring arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit dem Zivilingenieurbüro Rohrhofer in Sachen Wasser- und Abwasserplanung zusammen. Mit diesem Büro werden auch notwendige  Schritte zur Ursachenfindung der Keimbelastung im Sommer 2016 gesetzt.“

SPÖ-Antrag abgelehnt

Bei der Gemeinderatssitzung Ende November gab es keinen Tagesordnungspunkt zu diesem Thema, was vor allem bei der örtlichen SPÖ-Fraktion für Aufregung sorgte. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag der „Liste Hansbauer“ wurde von der VP abgelehnt. „Zu unserer großen Enttäuschung wurde der Antrag nicht zur Tagesordnung zugelassen“, meinte SP-Hansbauer. Inhaltlich hätte der Antrag alle nötigen Schritte gefordert, um eine natürliche Wasserqualität abzusichern. Außerdem die „Schaffung von Quellschutzgebieten im erforderlichen Ausmaß“. VP-Bürgermeister Höfer hielt die Behandlung im Gemeinderat nicht für notwendig: „Ein Dringlichkeitsantrag bei der letzten Gemeinderatssitzung war aus meiner Sicht für dieses Thema nicht der richtige Weg, da im zuständigen Ausschuss bereits die weitere Vorgehensweise festgelegt wurde. Grundsätzlich sind  Ausschüsse zur Beratung von Themen vorgesehen und Beschlüsse sind im Gemeinderat zu treffen.“


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