Eine Roßbacherin lässt die fast vergessene Butterrose wieder aufblühen
ASPACH/ROSSBACH. Marianne Gimplinger weiß alte ländliche Traditionen zu schätzen und bietet beim Bauernmarkt in der Aspacher Stube ihre leckeren Butterrosen an.

Die Butterrose ist eine Mehlspeise, die vorwiegend auf dem Land verbreitet war, aber schon fast in Vergessenheit geraten ist. Doch Marianne Gimplinger verbindet mit dem Leckerbissen eine ganz besondere Kindheitserinnerung. Ihr Vater war der Maschinist von der einzigen Dreschmaschine, die es im Umkreis gab. Damit ist er von Hof zu Hof gezogen und nach getaner Arbeit hat er von den Bäuerinnen einen „Suppenbrocken“ mitbekommen. „Wir Kinder waren immer ganz gespannt, weil manchmal war in das Baumwolltuch dann eine Butterrose eingewickelt“, erzählt Gimplinger.
Während ihrer Pension wollte sie ihre Zeit sinnvoll investieren. Seit diesem Jahr verkauft sie beim Bauernmarkt in der Aspacher Stube die traditionelle Mehlspeise, die heute kaum noch jemand kennt. „Es ist wichtig, dass die Jugend in die alten Traditionen miteinbezogen wird“, sagt die Butterrosen-Spezialistin. Die Herstellung ist ihr nach ein paar Versuchen gelungen.
Das Erfolgsgeheimnis dieses uralten Rezeptes ist es, den Germteig ganz dünn auszurollen und ihn gleichmäßig mit der Buttercreme zu bestreichen, bevor der Teig eng zusammengerollt und die Stücke dann in Rosenform gebracht werden. Gimplinger kennt die Dessert-Vorlieben der Braunauer und weiß, dass der Trend zu Germteigspeisen wächst. Am Freitag, 16. Februar, gibt es ihre Butterrosen und viele andere Mehlspeisen von 13.30 bis 19 Uhr beim Bauernmarkt in der Aspacher Stube zu kaufen.


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