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BACHMANNING. In der kleinen Gemeinde hat man in Sachen Nahversorgung neue Wege beschritten. Seit dreieinhalb Jahren betreibt ein Verein ein Lebensmittelgeschäft mit angeschlossenem Cafe, Poststelle und Cateringservice.

  1 / 2   Die Referenten und Veranstalter: Toni Bauer (Agenda 21, Eidenberg), Johannes Meinhart (Regionalmanager), Karl Kaser (Bürgermeister Bachmanning, Obmann Leader), Magdalena Hellwagner (Leader) und Franz Brenneis (Obmann Bravo). Foto: Leader

Unter dem Titel „Gut und Nah versorgt“ lud das Forum Wels-Eferding (Stadt Wels, Leader-Region und Regionalmanagement OÖ) zu einer Infoveranstaltung nach Bachmanning, bei der Modelle zur Stärkung der örtlichen Nahversorgung aufgezeigt wurden. Dabei wurde das Nahversorgungs-Modell aus Bachmanning vorgestellt und besichtigt. Obmann Franz Brenneis hat den Besuchern das Konzept vorgestellt.

Drei Jahre Bravo

„Bachmannings regionale Alternative vor Ort“ heißt das Geschäft, das man kurz „Bravo“ nennt. In der 700-Seelen-Gemeinde stellt es seit Mai 2014 die Nahversorgung sicher. Das besondere an dem Geschäft ist, dass es von einem Verein geführt wird. Dem Verein „Für Bachmanning“ steht der ehemalige Bürgermeister und Initiator der ganzen Sache, Franz Brenneis, als Obmann vor.

Man hat sich entschlossen ein kleines Geschäft wiederzubeleben, dass zuvor aus mangelnder Frequenz schließen musste. Ein kleines angeschlossenes Café und ein regionales Cateringservice erweitern das Angebot. Seit dem Frühjahr des heurigen Jahres ist Bravo auch eine Postpartnerstelle. Ein Angebot, dass sich die Bachmanninger gewünscht haben, wie Brenneis damals berichtete.

Ehrenamtliches Engagement

Im Bezirk hat das Geschäft Vorzeigecharakter, schon allein deshalb weil der Betrieb durch viel ehrenamtliches Engagement seitens des Vereinsvorstandes aufrecht erhalten wird.

Geleitet wird das Geschäft von Christa Schett, sie hat ein maßgeschneidertes Sortiment zusammengestellt. Neben den Waren die von einem großen Lebensmittelgroßhändler geliefert werden, werden auch die Produkte von rund 20 Selbstvermarktern aus der Region angeboten. Auch die Ausstattung für Feste kann man sich im Bravo ausborgen.

Bei all dem Engagement ist es doch Monat für Monat eine Herausforderung finanziell über die Runden zu kommen. Wichtig ist es, dass die Bürger sich nicht nur einen Nahversorger wünschen, sondern dort auch tatsächlich einkaufen.


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