Bad Ischl und Sarajevo sind nun Städtepartner
BAD ISCHL/SARAJEVO. Die Bürgermeister Ivo Komsic und Hannes Heide unterzeichneten im Beisein des österreichischen Botschafters Martin Pammer im alten Rathaus von Sarajevo, die Urkunde über ihre gemeinsame Städtepartnerschaft.

Die beiden Städte verbinden historische Daten von 1914: Das Attentat auf den Thronfolger in Sarajevo am 28. Juni bzw. die Unterzeichnung des „Manifests an meine Völker“ am 28. Juli in der Ischler Kaiservilla durch Kaiser Franz Josef, die den Beginn des Ersten Weltkrieges bedeutete. Verbindungen gibt es aber auch durch viele Bosnier, die nach Bad Ischl gekommen sind: In den 1970er Jahren, um hier Arbeit, in den 1990er Jahren, um Zuflucht zu finden. „Viele sind geblieben und leisten heute in unterschiedlichen Vereinen und Institutionen aktiv Beiträge für ein gutes Zusammenleben“, so Heide.
Musikalisch unterstützte die feierliche Unterzeichnung die Bürgerkapelle Bad Ischl, die in genau jenem Saal spielte, wo vor zwei Jahren die Wiener Philharmoniker ein weltweit im TV übertragenes Konzert gaben. Die Kapelle spielte zudem auf dem Platz vor der Kathedrale und marschierte durch die Altstadt, vorbei an Moscheen und Basar. Beeindruckt zeigten sich die Besucher aus Bad Ischl vom „Tunnel der Hoffnung“, der während der mehr als vier Jahre dauernden Belagerung mit Dauerbeschuss der Stadt unter dem Flughafen gegraben wurde und für die Bewohner das „Tor zur Welt“ bedeutete.


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