LINZ. Das Linzer Start-Up „Fretello“ ist laut Kreditschutzverband 1870 insolvent. Obwohl Investoren lukriert werden konnten und Firmen wie Apple, Sony, EMI und Yamaha als Kooperationspartner gewonnen wurden, gelang es nicht, die App gewinnbringend zu verkaufen.

Die Aktiva belaufen sich auf 778.700 Euro, die Passiva auf mehr als eine Million Euro (1.036.000 Euro).
Fretello wurde 2014 als Start-Up gegründet. Unternehmenszweck war ursprünglich die Entwicklung einer App für 360 Grad Actionkameras. Seit 2016 konzentrierten sich die Gründer auf die Entwicklung und den Vertrieb einer AI-basierten Lernapp für Gitarrenspieler.
Umsatzeinbrüche nach verschärften Datenschutzkontrollen
Die Einnahmen wurden durch ein Abonnement-Modell der Fretello-App generiert sowie durch Werbung auf Facebook. Laut Angaben des Unternehmens konnten durch verschärfte Datenschutzkontrollen die Facebook-Werbung nicht mehr effektiv gestaltet werden. Die resultierenden Umsatzrückgänge konnten nicht kompensiert werden. Auch die Vertriebspartnerschaften mit Yamaha und Thomann erfüllten letztlich nicht die Erwartungen.
Laut Angaben im Insolvenzantrag ist keine Weiterführung des Unternehmens geplant.


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