Seriendiebstähle von Mobiltelefonen in Elektronikfilialen geklärt
BRAUNAU/RIED. Die Polizei hat eine Serie von Diebstählen hochpreisiger Mobiltelefone aus Elektronikfilialen in Braunau und Ried aufgeklärt und einen 25-jährigen Tatverdächtigen ermittelt.

Filialen einer Elektronikhandelskette in Braunau und Ried im Innkreis meldeten im Jahr 2025 wiederholt Unstimmigkeiten bei ihren Inventuren. Dabei stellte sich heraus, dass zahlreiche zum Verkauf bestimmte Mobiltelefone, überwiegend hochpreisige Modelle, fehlten.
Verdächtiger arbeitete in den Filialen
Der Gesamtschaden aus beiden Standorten liegt im fünfstelligen Eurobereich. Im Zuge der Ermittlungen richtete sich der Verdacht zunehmend gegen einen 25 Jahre alten türkischen Staatsbürger, der bis September 2025 in den betroffenen Filialen beschäftigt gewesen war. Die Verfahren wurden beim Koordinierten Kriminaldienst Braunau gebündelt.
Die Spur der Handys
Durch weiterführende Ermittlungen konnten mehrere Endkunden ausfindig gemacht werden, die einige der gestohlenen Mobiltelefone nutzten. Diese Käufer gaben an, die Geräte in einem Handygeschäft im Bezirk Braunau erworben zu haben. Der zunächst wegen Hehlerei verdächtigte Betreiber dieses Geschäfts erklärte, er habe die originalverpackten Mobiltelefone von dem 25-Jährigen angeboten bekommen.
Hausdurchsuchung beim Verdächtigen
Dieser habe ihm gegenüber angegeben, die Ware legal erworben zu haben, und damit über die tatsächliche Herkunft getäuscht beziehungsweise verschwiegen, dass es sich um Diebesgut handelte. Anfang März 2026 wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried an der Wohnadresse des 25-Jährigen eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
Dabei zeigte sich, dass er sämtliche gestohlenen Geräte bereits an verschiedene Zwischenhändler weiterverkauft hatte. Bei seiner Einvernahme legte der Mann ein umfassendes Geständnis ab und räumte den Diebstahl von insgesamt 18 Mobiltelefonen zum Nachteil seines früheren Arbeitgebers ein.
Motiv: Geldnot
Als Motiv nannte er finanzielle Probleme. Der Beschuldigte nannte zudem zwei weitere Zwischenhändler im Bezirk Braunau sowie im grenznahen Deutschland. Da diese drei Zwischenhändler nach derzeitigem Ermittlungsstand keine Kenntnis von der deliktischen Herkunft der Mobiltelefone hatten, ergab sich für sie kein begründeter Verdacht auf Hehlerei.
Der 25-Jährige wird nun auf freiem Fuß der Staatsanwaltschaft Ried unter anderem wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, schweren Betrugs und Geldwäscherei angezeigt.


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