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BRAUNAU. Das Gugg ist seit Jahrzehnten die Kulturinstitution in der Stadt. Doch obwohl sich das Team bemüht, ansprechende Künstler zu finden, bleiben vor allem jüngere Besucher immer mehr aus.

Viele Besucher würden das Gugg als erfolgreichen Selbstläufer wahrnehmen, erklärt Geschäftsführer Alois Mandl, doch in Wahrheit müsse hinter den Kulissen hart für diesen Erfolg gearbeitet werden: „Ohne die leidenschaftliche und vor allem ehrenamtliche Arbeit unserer Mitarbeiter wäre das alles so nicht möglich.“ Das musste auch Angelika Hanslmayr, die neue Medienreferentin im Team, bereits feststellen: „Natürlich sind viele Dauerbrenner und bekannte Namen schnell mal ausgebucht, aber gerade bei Newcomern oder vermeintlich weniger bekannten Künstlern und Musikern fehlt den Besuchern oft der Anreiz, mal was Neues auszuprobieren.“

Nachwuchs fehlt

Die vergangenen Erfolge aufrecht zu erhalten sehen Mandl und Hanslmayr als Herausforderung. „Heutzutage wird das Zeitbudget für solche Veranstaltungen immer geringer, gleichzeitig scheint auch der kulturelle Anspruch an die eigene Freizeit zu sinken“, bedauert Mandl den kulturellen Wandel, vor allem bei den jüngeren Zielgruppen. Dabei sei das Gugg nicht nur eine Herzensangelegenheit der vielen Mitarbeiter und Förderer, sondern auch wichtig für Braunau selbst. „Das Gugg ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein mit Leben und Inhalt gefüllter Ort der Begegnung“, betont Mandl. Das Gugg sei zudem ein wichtiger Aspekt, um Braunau auch außerhalb zu bewerben und voranzubringen.

Zusammenarbeit mit Schulen

Um wieder mehr junge Leute anzusprechen, möchte das Gugg-Team künftig verstärkt mit lokalen Schulen enger zusammenarbeiten. Die bewährte Mischung verschiedener Künstler und Musiker soll beibehalten werden, dabei soll es aber künftig mehr Theaterproduktionen geben. Mandl appelliert zudem an neue Besucher: „Das Gugg ist in dieser Form einfach einmalig.“


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