Flüchtlingsunterbringung: 200 weitere Plätze im Bezirk gesucht
BRAUNAU. Derzeit sind im Bezirk Braunau rund 300 Asylwerber untergebracht. Angesichts der prekären Lage wollen die Bezirkshauptmannschaft, die Bürgermeister und das Rote Kreuz gemeinsam 200 weitere Plätze schaffen.

Vier Tage nach dem Landesgipfel in Linz mit den 15 oberösterreichischen Bezirkshauptleuten am 24. Juni, fand in der Braunauer Bezirkshauptmannschaft eine Bürgermeister- und Amtsleiterkonferenz statt. Bei beiden stand ein Thema im Vordergrund: die Unterbringung von Asylwerbern. Die Bürgermeister des Bezirks und der Bezirkshauptmann Georg Wojak beschlossen, gemeinsam den Menschen die Ängste zu nehmen, an einem Strang zu ziehen und zu den bestehenden 300 Unterbringungsplätzen im Bezirk noch weitere 200 aufzutreiben. Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus den Landtagsabgeordneten Erich Rippl, David Schiessl und Franz Weinberger, der Integrationsbeauftragten Eva Gaisbauer, dem Rot Kreuz Bezirksgeschäftsführer Herbert Markler und dem Bezirkshauptmann Georg Wojak, übernimmt dabei die Koordination.
Einige Übergangsquartiere konnten bereits in den Landwirtschaftsschulen gefunden werden. Auch das Rote Kreuz will voraussichtlich ab Anfang August im Einzugsbereich der Ortsstelle Braunau ein vorübergehendes Notquartier für 80 Flüchtlinge errichten. In der Zwischenzeit sollen aber Dauerquartiere im Bezirk gefunden werden. Die Flüchtlingsquartiere werden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden errichtet und betreut. Markler und Wojak, der auch Rot Kreuz Bezirksstellenleiter ist, hoffen bei ihrem Vorhaben auf tatkräftige Unterstützung aus den eigenen Reihen und von Privatpersonen. Wer gerne bei der Betreuung der Flüchtlinge mithelfen möchte oder ein Quartier anzubieten hätte, kann sich telefonisch unter 07722/62264-0 melden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden