Auer: „Die geografische Situation spricht eine eindeutige Sprache“
BRAUNAU. In Zeiten des Wahlkampfes ist das Thema Herzkatheter politisch wieder in aller Munde. Während die einen eine Überarbeitung der Spitalsreform und eine erneute Stationierung eines Herzkathetertisches in Braunau fordern, sprechen die anderen von übertriebener Panikmache. Jetzt meldete sich mit Primar Johann Auer ein Vertreter des Krankenhauses St. Josef zu Wort.

Als ehemaliger Leiter der Coronarangiographie Braunau-Simbach sehe ich mich jetzt zu einer Stellungnahme veranlasst“, erklärt Primar Johann Auer in Hinblick auf das politische Hickhack rund um das Thema Herzkatheter im Innviertel. Der Leiter der Inneren Medizin 1 im St. Josef widerlegt die Behauptung, das Krankenhaus selbst würde sich gar nicht um eine Wiedereröffnung des Herzkatheters bemühen. Es gäbe sehr wohl intensive Gespräche und im Zuge des laufenden Spitalumbaus seien sogar Räumlichkeiten so vorgesehen, dass eine Coronarangioraphie rasch in Betrieb genommen werden könnte. Zudem wäre bei einem akuten Herzinfarkt die optimale Therapie – im Gegensatz zu der ersatzweise angewandten medikamentösen Behandlung – eine sofort und ohne Zeitverzögerung durchgeführte Herzkatheterbehandlung. Eine solche Therapie sei für Patienten in der Region derzeit aber frühestens nach Transport in ein weit entferntes Krankenhaus möglich.
„Die geografische Situation des Innviertels spricht eine eindeutige Sprache“, betont Auer, für den auch ein Herzkatheter-Standort in Ried für die Braunauer Bevölkerung wegen der langen Transportzeit nicht in Frage käme. Außerdem sei der Bezirk Braunau nicht nur der größte im Innviertel, sondern weise im Gegensatz zu Ried und Schärding in den nächsten Jahren auch eine starke Bevölkerungszunahme auf. „Der Bedarf eines Kerzkathetertisches für den Bezirk Braunau ist also mehr als gegeben und bei akutem Herzinfarkt absolut notwendig“, betont Auer.


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