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BRAUNAU. Der gebürtige Pole Marek Nawrot (39) trat mit dem ersten Septembertag die Nachfolge des bisherigen Stadtpfarrers Wolfgang Schnölzer an. Die offizielle Amtseinführung findet bei einer Abendmesse am 4. September statt. Mit Tips sprach er über seine Erwartungen und Ziele in der Pfarre St. Stephan.
von SABRINA REITER

Tips: Mit 1. September begann Ihre Tätigkeit als Pfarrer in Braunau. Was sind Ihre Erwartungen und Wünsche?

Marek Nawrot: Ich freue mich, nach Braunau als Pfarrer zu kommen. Es ist noch schwer, von meinen Erwartungen und Wünschen zu erzählen. Ich möchte den Christen hier Lebensbegleitung und Heimat bieten. Die Gemeinde soll ein Ort sein, in dem sich Christen geborgen, verstanden und in schweren Zeiten auch getragen fühlen. Ich habe mit Freude erfahren dürfen, dass es hier ein herzliches Miteinander im Pfarrgemeinderat gibt. Das war für mich entscheidend, nach Braunau zu kommen. Dafür bin ich sehr dankbar. Wichtig ist mir, dass man ehrlich miteinander umgeht und sich miteinander über Gelungenes freuen kann.

Tips: Worin sehen Sie selbst ihre Aufgabe als Pfarrer?

Nawrot: Zum einen sind da natürlich die Kernaufgaben des Pfarrers: Gottesdienst, Seelsorge, Lehre. Diese sind wichtig und richtig. Zum anderen gehört auch viel Verwaltungsarbeit dazu.

Viel wichtiger ist in meinen Augen, dass man den Menschen, die den Weg in die Kirche nicht finden, nachgeht und sie nach ihren Bedürfnissen fragt. Zu Jesus sind die Menschen auch nicht immer hingepilgert, er ist zu den Menschen gegangen und hat gesagt: „Hier bin ich.“ In dieser Beziehung sollten wir uns Jesus wieder mehr als Vorbild nehmen. Gleichzeitig sollten wir natürlich die Menschen nicht vergessen, die bereits „da“ sind.

Tips: Welche Schwerpunkte werden Sie sich setzen und worauf legen Sie besonderen Wert?

Nawrot: Meine Schwerpunkte liegen sicherlich einmal im Kinder- und Jugendbereich. Ich bin der festen Überzeugung, dass man nicht nur sagen sollte: Kinder sind unsere Zukunft, sondern dass man auch danach handeln sollte. Deshalb ist es ganz wichtig, sich für die Kinder einzusetzen.

Der zweite Bereich ist die caritative Arbeit, der Dienst am Nächsten. Die Nöte der Menschen und die Sehnsüchte nach Ansprechpartnern werden immer größer. Ich glaube, dass bei allen Strukturdiskussionen eins nicht fehlen darf, nämlich die Begegnung mit den Menschen und die Sensibilität für die Menschen. Deshalb ist es für mich wesentlich, zu schauen, wo hier im Stadtteil Menschen in Not sind und ihnen zu helfen.

Besonderen Wert lege ich auf Familie. In der Familie beginnt alles, was schön auf der Welt ist. Ich komme selbst aus einer sehr liebenden und glaubenden Familie und ich weiß, wie wichtig gesunde Familien für die Kirche und die ganze Gesellschaft sind.

Tips: Sie waren bisher Kaplan in der Pfarre Mondsee – was wird sich für Sie jetzt alles verändern?

Nawrot: Mit der Amtseinführung wird eigentlich alles neu. Ich habe mit großer Freude in Mondsee und in Oberwang die letzten zwei Jahre gearbeitet. Ich kann ruhig sagen, dass diese Pfarre meine zweite Heimat geworden ist. Ich hoffe, dass das auch in Braunau so wird. Was mir nur ein bisschen Sorgen macht, ist die volle Verantwortung als Pfarrer.

Feierliche Amtseinführung

Im Rahmen einer Abendmesse um 19 Uhr findet am Freitag, 4. September, die offizielle Amtseinführung von Pfarrer Marek Nawrot in der Stadtpfarrkirche St. Stephan statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.<


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