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BRAUNAU. Seit März diesen Jahres ist „Wohnen im Dialog“ eine Service- und Ansprechstelle in allen Belangen rund ums Wohnen im Stadtteil Laab. Ziel ist die Verbesserung des Zusammenlebens durch Lösung von Konflikten und Verständigung zwischen den Kulturen.

Susanne Lew betreut das Projekt „Wohnen im Dialog“ zur Verbesserung des Zusammenlebens in Laab.

Nachbarschaftsstreitigkeiten kommen in den besten Wohngegenden vor. Aber besonders da, wo viele gesellschaftliche Schichten und Kulturen aufeinandertreffen, gestaltet sich ein Zusammenleben oft schwierig. Häufig bilden Vorurteile und Missverständnisse die Grundlage für Konflikte.

Gemeinschaftliches Projekt

Im Rahmen von „Wohnen im Dialog“ vermittelt die Lebens- und Sozialberaterin Susanne Lew von der Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung bei Konflikten im Nachbarschaftsbereich und hilft, eine Lösung zu finden. Seit März diesen Jahres bietet das Projekt eine Service- und Ansprechstelle in allen Belangen rund ums Wohnen. Der Stadt Braunau ist ein gutes Zusammenleben ihrer Bürger ein großes Anliegen und unterstützt dieses auch finanziell. Noch konzentriert sich „Wohnen im Dialog“ auf den Stadtteil Laab, langfristig gesehen könnte es aber auch auf weitere „Brennpunkte“ in Braunau, wie etwa die Neustadt, ausgedehnt werden, erklärt Lew. In den letzten Monaten hat sie vor allem Aufbauarbeit geleistet und viele Vernetzungsgespräche geführt: „Vor allem die Zusammenarbeit mit den Hausverwaltern und Hausmeistern ist sehr wichtig, denn die wissen wo es hapert.“ Auch ohne die inhaltliche und finanzielle Unterstützung der Bauvereinigungen GEWOG Neues Heim, LAWOG, VLW und ISG wäre das Projekt nicht durchführbar.

Konfliktpotential Müll

Wo die Hauptprobleme beim Zusammenleben in Laab liegen, sei in dieser frühen Phase des Projekts noch schwer zu sagen, erklärt Lew, ein Schwerpunkt habe sich aber bereits herauskristallisiert: „Das Thema Müll wird wichtig werden, das hat sich in den bisher geführten Gesprächen bereits gezeigt.“ Dass die Mülltrennung vielerorts nicht richtig funktioniere, beruhe einerseits auf der Bequemlichkeit mancher Bewohner, andererseits aber auch auf fehlendem Wissen darüber. Eine Maßnahme wird es daher sein, die Bewohner durch Aufklärung und gemeinsame Aktionen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Verständnis fördern

Neben der Konfliktvermittlung zählt auch die gemeinwesenorientierte Arbeit zu den Aufgaben von Susanne Lew. Durch verschiedene Aktionen im Wohnumfeld, wie zum Beispiel Gemeinschaftsgärten oder Feste, soll das Zusammenleben nachhaltig verbessert werden: „Die Nachbarn sollen sich kennenlernen. Oft können so auch Vorurteile abgebaut werden.“ Mit dem Ziel, die Lebensqualität und Wohnzufriedenheit der Bewohner im gemeinnützigen Wohnbau zu steigern, stehen die Angebote von „Wohnen im Dialog“ allen kostenlos zur Verfügung.

Wer Unterstützung oder Rat bei Belangen rund ums Wohnen benötigt, kann sich bei Susanne Lew melden oder direkt im Büro in der Franz-Stelzhamer-Straße 13 vorbeikommen. Willkommen sind aber auch jene Bewohner, die sich aktiv – etwa mit Ideen für Gemeinschaftsaktivitäten – für ein funktionierendes Zusammenleben in „ihrem“ Haus einsetzen möchten.

„Wohnen im Dialog“

Telefon: 0676/87347197

Mail: susanne.lew@volkshilfe-ooe.at

Erreichbarkeit: Mo 8–12 Uhr,

Di 12–18 Uhr, Do 8–13 Uhr


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