Trinkwasserschutz: „Deponie in kleinem Ausmaß ist in Ordnung, aber nicht in dieser Größe“

Ute Schneiderbauer Tips Redaktion Ute Schneiderbauer, 27.03.2018 06:03 Uhr

BRAUNAU/WALDZELL. Durch die baulichen Maßnahmen für eine Baustoffdeponie in Waldzell könnte das Trinkwasser verschmutzt werden. Braunauer Gemeinden wurden aktiv und unterzeichneten das Manifest zum Schutz des Trinkwassers.

In einer Schottergrube in Waldzell, Bezirk Ried, sind die Bauarbeiten für eine Baurestmassendeponie im Gange. Der Waldzeller Bürgermeister Johann Jöchtl und zahlreiche Innviertler Gemeindevertreter sind nun um das Grundwasser besorgt. „Im Hausruck- und Kobernaußerwald liegt der scheinbar größte Grundwasserspeicher Oberösterreichs. Derzeit wird Schotter abgetragen und dabei wurde die Lehmschicht angebaggert, wodurch das Grundwasser verschmutzt werden könnte“, erzählt Jöchtl.

Die Ablagerung von Ziegeln, Beton- und Asphaltresten sei seiner Meinung nach ungefährlich. Kritisch wird es, wenn Eternit, Isoliermaterial und ölhaltige Böden hinzukommen. „Man mag sich nicht vorstellen, welche krebserregenden Stoffe dann in unser Grundwasser sickern“, sagt Jöchtl. Mit dem „Manifest zum Schutz des Trinkwassers im Kobernaußerwald und im Hausruck“ startete der Verein Zukunft Waldzell einen Hilfeaufruf. Gemeinden aus den Bezirken Ried, Grieskirchen und Vöcklabruck haben das Manifest schon unterzeichnet.

Da sich durch die Deponie auch der Lastwagen-Verkehr in Braunau verstärken würde, unterzeichneten die Gemeinden Lengau und Maria Schmolln bereits das Manifest. „Eine Deponie in kleinem Ausmaß ist in Ordnung, aber nicht in dieser Größe“, äußert sich Erich Rippl, Bürgermeister von Lengau, zu der geplanten 970.000 Kubikmeter großen Deponie, in der hauptsächlich Baureste aus Salzburg abgelagert werden sollen.

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