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BRAUNAU. Manuela Staudinger wollte schon immer eine Ausbildung machen. Als Jugendliche blieb ihr diese Möglichkeit jedoch verwehrt. Mit der Unterstützung ihrer Familie entschloss sie sich mit Mitte 30, ihren Pflichtschulabschluss und eine Lehre nachzuholen.

Manuela Staudinger ist Einzelhandelskauffrau in Teilzeit bei einem Foto-, Optik-, Hörgeräte- und Elektronikhandelsunternehmen am Braunauer Stadtplatz. Sie liebt ihren Job. Besonders, weil sie sich damit einen langersehnten Traum erfüllte. Erst mit 36 Jahren hat sie die Ausbildung über das Wirtschaftsförderungsinstitut mit Unterstützung einer Stiftung begonnen und heuer erfolgreich abgeschlossen. Zuvor holte sie ihren Pflichtschulabschluss nach. Als Jugendliche blieb ihr beides verwehrt, sie hatte eine schwierige Kindheit, wuchs in einer Pflegefamilie auf. „Eine Ausbildung wollte ich aber immer machen, jetzt habe ich die Möglichkeit genutzt“, erklärt die heute 38-Jährige, die zuvor als Näherin und in der Küche gearbeitet hat.

Unterstützung von der Familie

Unterstützung erhielt sie dabei von ihrem Mann und ihren zwei Töchtern, acht und 15 Jahre alt. Die ältere besucht derzeit die HLW. „Wir haben oft zusammen gelernt und wenn wir nicht weiter wussten, half uns mein Mann weiter. Er sagte oft, jetzt hat er drei Schulkinder“, lacht die Braunauerin. Natürlich sei es nicht einfach mit der Familie, denn untertags arbeitete sie und am Abend war sie in der Schule. Doch es geht und es ist nie zu spät dafür, betont Staudinger, die damit andere ermutigen möchte: „Man ist nie zu alt für etwas Neues.“


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