Aufsichtsbeschwerde und Diskussion um Architekten der Sonderschule
MATTIGHOFEN. FPÖ-Gemeinderätin Sigrun Klein reichte bei der IKD, der Direktion für Inneres und Kommunikation, eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Gemeinderat von Mattighofen ein.

Sie kritisierte den Entschluss des Gemeinderats, den Architekten Werner Silbermayr ohne Ausschreibung und Vorbereitung im zuständigen Ausschuss für den Neubau der Sonderschule Mattighofen zu beauftragen. Die IKD forderte Mattighofens Bürgermeister Friedrich Schwarzenhofer (SPÖ) deshalb zu einer schriftlichen Stellungnahme auf, woraufhin das Stadtoberhaupt in einer Gemeinderatssitzung über das weitere Vorgehen abstimmen ließ.
Schwarzenhofer begründete die Wahl des Architekten unter anderem mit dessen Kompetenz und Erfahrung: „Er war der Gewinner des Architektenwettbewerbs für den Bau des Stadtsaales sowie der Volksschule, wobei ursprünglich auch die Sonderschule miteingeplant war.“ Ein erneuter Wettbewerb wäre unwirtschaftlich, besonders mit Blick auf die „Gemeinde Milliarde“, eine Förderung der Bundesregierung im Ausmaß von 700.000 Euro, die nur dann in Kraft tritt, wenn der Baubeginn noch 2021 erfolgt.
Klein entgegnete, dass ein gewonnener Wettbewerb keine Legitimation dafür sei, dass der Architekt auch andere Projekte bekommt. Fraktionskollege Gerhard Klug betonte zudem, dass ein Vorwissen nicht relevant sei, da es sich um einen neuen Bau handle.
Vorgehensweise kritisiert
Kritisiert werde nicht das Projekt an sich, sondern die Vorgehensweise des Bürgermeisters, die den Gemeinderat nicht ausreichend und zu kurzfristig in die Projekte einbinden würde. Dem stimmten auch andere Gemeinderäte zu. „Der Frust am Umgang miteinander sollte aber nicht mit dem Schulprojekt vermischt werden“, sagte Sonja Löffler (BfM - Bewegung für Mattighofen).
Das Statement des Bürgermeisters wurde mehrheitlich angenommen. Das Projekt kann somit weiterverfolgt werden.


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