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BRAUNAU. Zwei HTL-Schüler und ein Universitätsabsolvent aus dem Bezirk Braunau erhielten für ihre Arbeiten den Erwin Wenzl Preis.

Martin Fellhofer (2. v. l.), Diego Perez (Mitte) und Michael Christl (nicht am Foto) bekamen für ihre Arbeiten den Erwin Wenzl Preis. (Foto: Erwin Wenzl Preis (C) 2020)

Die nach dem Altlandeshauptmann Erwin Wenzl benannte Auszeichnung ist ein im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgeschriebener Bildungspreis. Er würdigt hervorragende Leistungen von jungen Oberösterreichern in unterschiedlichen Ausbildungswegen. Insgesamt wurden heuer 315 Arbeiten zur Bewerbung eingereicht.

Interaktive Anwendung

Martin Fellhofer und Diego Perez wurden für ihre Diplomarbeit „Motion Tracked Interface“, die sie an der HTL Braunau angefertigt hatten, ausgezeichnet. Das Projekt ist dem Bereich der „Augmented Reality“, der erweiterten Realität, zuzuordnen. Es handelt sich dabei um eine interaktive Anwendung. Diese wird auf eine Oberfläche, etwa eine Wand, projiziert. Der Anwender befindet sich davor und wird von einer Kamera erfasst. Eine Bild­erkennungssoftware ermittelt daraufhin die Bewegungsdaten, die dann in Echtzeit in Befehle umgewandelt werden, wodurch die Anwendung gesteuert werden kann.

Der Benutzer erhält dadurch ein unmittelbares Feedback und kann zum Beispiel einen Reaktionstest machen. Somit kann das Projekt in den Bereichen Leistungsdiagnostik, Sport und Events zum Einsatz kommen, wie Fellhofer und Perez erklären.

Arbeitsmarkt-Forschung

Einen Anerkennungspreis für seine Dissertation bekam der Universitätsabsolvent Michael Christl aus Mattighofen. Ziel seiner Dissertation war es, unterschiedliche empirische Methoden im Bereich der europäischen Arbeitsmärkte einzusetzen, um wirtschaftspolitische Themen zu analysieren. Dabei untersuchte er die Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen, den österreichischen Arbeitsmarkt und geschlechtsspezifische Lohnunterschiede.


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