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LENGAU. Die Lengauerin Doris Leeb hat sich ganz der Sprache verschrieben. Während sie hauptberuflich als Logopädin arbeitet, schreibt die studierte Germanistin auch gerne Gedichte und hat jetzt mit „Iaz owa!“ ein ganzes Buch mit Poesie im Dialekt veröffentlicht.

Doris Leeb verpackte in ihr Erstlingswerk die Gedichte der letzten drei Jahre. (Foto: Lili Vogl)
Doris Leeb verpackte in ihr Erstlingswerk die Gedichte der letzten drei Jahre. (Foto: Lili Vogl)

„In meinem Buch erwartet die Leser kurzweilige Dialektpoesie, die sich mit dem Alltag in all seinen Absurditäten beschäftigt“, erklärt die Autorin. „Es gibt etwas zum Lachen, aber genauso auch Texte, die zum Nachdenken anregen und in die Tiefe gehen. Eine Ode an die unperfekte Menschheit und an den Dialekt!“

Die im Werk gesammelten Gedichte wurden im Laufe der letzten drei Jahre geschrieben. Zu finden sind Wortspiele, manchmal auch Reime und Gedichte, die an Haikus erinnern.

Die Werke entstehen teilweise ganz spontan, erzählt die Autorin. „Dann werden sie ins Handy getippt oder auf den nächstbesten Zettel geschrieben.“ Teils sind sie aber auch geplant, wenn die Leeb bewusst ein Thema, das sie beschäftigt, aufarbeiten will.

Mit Friederike fing alles an

Mit Nöstlingers „Die feuerrote Friederike“ fing die Begeisterung für Literatur bereits in der Volksschule an. Inzwischen reicht sie bis hin zu feministischer Literatur, damit beschäftigt sich die Autorin im Moment. Ihre literarischen Vorbilder sind vielfältig, angefangen von Stefanie Sargnagel bis zu Friedrich Achleitner sind verschiedenste Schriftsteller dabei. Um diese Begeisterung für die Sprache mit der Arbeit mit Menschen kombinieren zu können, wurde Leeb Logopädin. „Für mich ist das immer noch mein absoluter Traumjob“, sagt die Lengauerin.

Fasziniert vom Dialekt

Nicht alle Texte werden von Leeb auf Mundart verfasst. Längere Texte werden auch oftmals in Hochsprache geschrieben. So arbeitet die Autorin derzeit vor allem an Kurzgeschichten zu verschiedensten Themen. Dialekt ist und bleibt aber eine Leidenschaft von ihr. Schon bei der Diplomarbeit für ihr Germanistikstudium beschäftigte sie sich damit und forschte an der Aussprache des im Innviertel gerne gerollten „r“. „Der Dialekt ist so authentisch, so nah am Menschen, manchmal derb, aber eben oft auch poetisch und fein schliffig, das fasziniert mich“, schwärmt Leeb. Da sie in Salzburg geboren wurde und jetzt in Lengau lebt, ist die Sprache der Gedichte eine Mischung aus Innviertlerisch und Flachgauerisch.

Lesung ist geplant

Das Buch ist im Lengauer Laden, im regionalen Buchhandel und bei Amazon erhältlich. Wer gerne ein Werk mit Widmung haben möchte, kann dieses unter www.dorisleeb.at/iaz-owa bestellen. Geplant ist im nächsten Jahr außerdem eine Lesung. Der Ort und das Datum werden noch bekanntgegeben.

Doris Leeb: Iaz owa! Dialektpoesie, edition panoptikum, 116 Seiten, 15 Euro

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