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BRAUNAU-RANSHOFEN. Der Verein „Gesunde Zukunft Braunau“ setzt sich mit Nachdruck für den Erhalt des Lachforstes im Braunauer Naherholungsgebiet ein. Die Mitglieder möchten die Grünflächen vor allem auch für künftige Generationen erhalten. Tips hat sich mit den beiden Obfrauen Margarete Schwinghammer und Monika Krahwinkler über ihre Beweggründe und die Vorzüge des Lachforsts unterhalten.

Der Verein "Gesunde Zukunft Braunau" kämpft für den Erhalt des Lachforstes. (Foto: Privat)
Der Verein "Gesunde Zukunft Braunau" kämpft für den Erhalt des Lachforstes. (Foto: Privat)

Tips:Was macht den Braunauer Lachforst so wertvoll und besonders?

Krahwinkler: Auch wenn die Wälder unserer Gegend allgemein nicht mehr allzu viel mit ursprünglicher Natur zu tun haben, sind sie doch von großer Bedeutung und unverzichtbar für unser Klima, unser Wasser, unseren Boden, für die Vielfalt unserer Tier- und Pflanzenwelt und daraus folgend für unsere Gesundheit und unser Leben. So bietet auch unser Lachforst, ein für uns Braunauer einfach zu erreichendes Naherholungsgebiet, diese Schutzfunktionen des Waldes. Jener Waldabschnitt, dessen Umwidmung geplant ist, nimmt vorwiegend die Emissionen der angrenzenden Industrie auf. Somit hat dieser Teil des Lachforstes eine ganz besondere Schutzfunktion für die umliegenden Siedlungsgebiete.

Tips:Warum ist es wichtig den Lachforst gerade auch für künftige Generationen in seiner jetzigen Form beizubehalten?

Schwinghammer: Seit Jahren gibt es aufgrund der immer wieder erfolgten Erweiterungen des Industrieparks Fachgutachten, die auf die Wichtigkeit des umliegenden Waldes hinweisen. Also die Auswirkungen auf den Verlust des Waldes sind ein Generationenproblem, welches in erster Linie unsere Kinder und Enkelkinder zu tragen haben werden. Künftige Generationen werden nicht nur mit dem Problem der Bodenversiegelung zu kämpfen haben, sondern auch mit dem Verlust der Erholungsfunktion, dem Verlust der Wasseraufnahme und -versickerung sowie in der Folge dem Antreiben der Klimaerwärmung.

Tips:Welche Tiere und Pflanzen sind im Lachforst angesiedelt?

Schwinghammer: Bis dato wurde leider noch nie eine sogenannte Kartierung, also ein Bestandsaufnahme von Flora und Fauna gemacht. Die Erfassung des Ist-Zustands ist meiner Meinung nach längst überfällig.

Tips:Was würde eine geplante Umwidung für den Lachforst und dessen Natur bedeuten?

Krahwinkler: Eine Umwidmung würde schlussendlich Rodung, Bodenversiegelung, Verbauung und weitere Industrieansiedlungen mit all seinen, leider sehr negativen, Folgen nach sich ziehen. In Zeiten der Klimakatastrophe, in der wir uns weltweit befinden, darf kein Wald, und sei er noch so klein, einem ungebremsten Wirtschaftswachstum zum Opfer fallen.

Tips:Gibt es besondere Momente und Erlebnisse, die Sie mit dem Lachforst verbinden?

Schwinghammer: Ich fahre liebend gerne mit dem Rad auf den Wegen entlang. In solchen Momenten vergesse ich all die Belastungen, die das Leben mit sich bringt, lasse los und bin nicht nur im Wald sondern mit dem Wald. Die sogenannte Decke, die vielen Menschen in den Corona-Zeiten auf den Kopf zu fallen schien, das gabs bei mir nicht, weil in den Wald gehen konnte oder vielmehr durfte. Wir, der Wald und ich, bleiben uns treu. Dafür setze ich mich ein.


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