App von HTL-Schülern hilft dabei, den Weg zu finden
BRAUNAU. Zwei Absolventen der HTL Braunau wurden beim Ideenwettbewerb „UNIKATE“ vom Österreichischen Behindertenrat für ihre App „Pathfinder“ ausgezeichnet. Die App soll eine barrierefreie Indoor-Navigation ermöglichen.

Der Ideenwettbewerb des Behindertenrates, der TU Wien und der Uniqa Stiftung ermöglicht es, dass Schüler und Menschen mit Behinderungen Teams bilden und gemeinsam an der Entwicklung eines Projektes arbeiten. Dabei konnten die beiden HTL-Absolventen Sarah Dreiblmeier und Peter Endl überzeugen. Sie entwickelten im Rahmen ihrer Diplomarbeit eine App, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität dabei hilft, sich in Innenräumen zielgerichtet und schnell ihrem Ziel zu nähern, ohne falsche Wege einzuschlagen oder umkehren zu müssen.
Während die Festlegung einer Reiseroute zwischen verschiedenen Orten mithilfe von GPS bereits sehr gut gelingt, ist eine Routenfindung in Innenräumen, beispielsweise in Amtsgebäuden, noch herausfordernder. Für ortsunkundige Personen ist es oft schwierig, auf Anhieb den richtigen Weg zu finden. Wird beispielsweise ein falscher Gang erwischt, ist das für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oft mit viel Mühe verbunden. Mithilfe der App sollen sie den Weg zu einem bestimmten Büro auf Anhieb finden.
Kürzester Weg wird ermittelt
Mit künstlicher Intelligenz und Türschildern werden die Position des Nutzers und der kürzeste, barrierefreie Weg durch das Gebäude ermittelt. Die Routen können dabei individuell an den Anwender angepasst werden. Damit sich die App-Benutzer auch selbst orientieren können, wird außerdem der Gebäudeplan angezeigt.
„Durch den Ideenwettbewerb haben wir viele Einblicke in das Leben von Menschen mit Beeinträchtigung bekommen“, berichtet Dreiblmeier. So wurden die beiden auf Herausforderungen aufmerksam gemacht, die ihnen zuvor nicht bekannt waren. Das half dabei, die App besser an bestimmte Bedürfnisse anzupassen. „Somit haben wir uns viel von der Zusammenarbeit mitnehmen können und mit der App haben wir eine tatsächliche Hilfestellung für den Alltag vieler Personen entwickelt“, ergänzt Endl. Für ihre Leistung wurden die beiden mit einer Siegerprämie von 2.000 Euro und der Auszeichnung „UNIKAT“ belohnt.


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