Sechs Jahre Stadt-Umland-Kooperation Mattighofen
MATTIGHOFEN. Die Stadt-Umland-Kooperation Mattighofen feiert ihr sechsjähriges Bestehen mit dem Startschuss zu einem neuen Projekt.

Helpfau-Uttendorf, Mattighofen, Munderfing, Pfaffstätt, Pischelsdorf und Schalchen bilden gemeinsam die Stadt-Umland-Kooperation Mattighofen. Ihr Ziel ist es, gemeinsam die Entwicklung der Stadtregion voranzutreiben, sich gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft zu stellen und an nachhaltigen Entwicklungsstrategien zu arbeiten. Grundlage hierfür ist die vor sechs Jahren gemeinsam ausgearbeitete Stadtregionale Strategie. „Kirchturmdenken ist bei uns fehl am Platz“, betont Bürgermeister Josef Leimer aus Helpfau-Uttendorf über das Erfolgsrezept der Kooperation.
Bisherige Schwerpunkte: Ausbau der Rad- und Freizeitinfrastruktur
Insgesamt konnten in der vergangenen Förderperiode Projekte mit insgesamt 1,6 Millionen Euro Gesamtprojektkosten mit Hilfe von Anschlussfinanzierungen des Landes OÖ und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung umgesetzt werden. Mit dem Geh- und Radweg Wagenham in Pischelsdorf sowie dem Radweg Schulstraße in Pfaffstätt konnten neuralgische Bereiche der Radinfrastruktur verbessert werden. Der Generationenplatz in Pischelsdorf und der Pumptrack Munderfing sorgen für eine Attraktivierung der stadtregionalen Freizeitinfrastruktur. Eine ehemals leerstehende Tischlerei in Munderfing konnte mit Hilfe von Fördermitteln aus dem EFRE Programm saniert werden und ist nun Heimat für die OffeneNETZWerkstatt Innviertel – einem in dieser Form in Oberösterreich einzigartigen Experimentier- und Prototypingformat für Bürger aller Altersgruppen. „Die Zusammenarbeit in der Stadt-Umland-Kooperation und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten und die Betreuung durch die RMOÖ öffnen uns ganz neue Türen zu Projekten, die im Alleingang nicht oder nur schwer realisierbar gewesen wären“, erklärt Bürgermeister Gerhard Höflmaier aus Pischelsdorf.
Neues Projekt: Orts- und Stadtkernentwicklung, Leerstand- & Brachflächenrevitalisierung
Den neuen Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet die gemeinsame Beteiligung am „Oö. Aktionsprogramm Orts- und Stadtkernentwicklung, Leerstand- & Brachflächenrevitalisierung“. Ziel des Programms ist es, leerstehende Objekte wieder nachhaltig zu nutzen. Damit setzen die Gemeinden wichtige Impulse für die Belebung ihrer Ortszentren und eröffnen EigentümerInnen von leerstehenden Objekten und Gewerbebrachen den Zugang zu neuen Fördermöglichkeiten für die Aktivierung beziehungsweise Sanierung von leerstehenden Gebäuden und Flächen.
Gemeindeübergreifendes Konzept
Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Förderungen ist ein gemeindeübergreifendes Konzept für die sechs Gemeinden der Stadt-Umland-Kooperation, in dem die Ortszentren sowie ihre leerstehenden Gebäude von fachlichen Experten hinsichtlich möglicher Nutzungen beleuchtet werden. Beauftragt wurden dazu FachexpertInnen der CIMA Beratung + Management GmbH und der Hinterwirt Architekten ZT OG. Damit verbunden ist auch die Erarbeitung nachhaltiger Nutzungskonzepte gemeinsam mit den Eigentümern und erste Kostenschätzungen für eine entsprechende Revitalisierung. Diese Beratungsleistung für Eigentümer stellt die Gemeinde kostenlos zur Verfügung. Der Startschuss für die Konzeptphase erfolgte am 12. Oktober.


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