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Häufung illegaler Züchter im Bezirk Braunau: Pfotenhilfe erstattet Anzeigen

Leserartikel Michelle Baumann, 18.06.2024 10:37

LOCHEN. Den Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen erreichen immer wieder Meldungen über dubiose Züchter im Bezirk Braunau. Diese würden zumeist illegal agieren und über soziale Medien ihre lebende „Ware“ verkaufen wollen. Die Tierschützer haben den Verdacht, dass solche „Hobby“-Zuchten nicht nur den Tierschutzbehörden sondern auch dem Finanzamt nicht bekannt sind.  Es wurden vier Züchter von Hunden und Katzen in Uttendorf, Braunau und Mattighofen bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

Aufgrund Beschwerden der Nachbarn wurde eine ganze Hundefamilie zum Tierschutzhof gebracht. (Foto: Pfotenhilfe)

„Oft werden illegal importierte Hunde hierzulande vermehrt, um schnelles Geld zu machen. Das Tierschutzgesetz wird von den Tätern ignoriert oder ist diesen gar nicht bekannt. Wenn die Welpen etwa wegen Krankheiten nicht verkaufbar sind, die Zucht die Urlaubspläne durchkreuzt oder es Nachbarschaftsprobleme gibt, werden sie einfach abgeschoben, wie kürzlich passiert: Eine Frau aus dem Bezirk hat bei der Pfotenhilfe angerufen, dass sie ihre Malteser-Elterntiere samt Welpen abgeben will. Grund: Die Nachbarn hätten sich beschwert“, heißt es in einer Aussendung der Pfotenhilfe.

Tierschutzvereine und Behörden sind auf Meldungen angewiesen

Routinekontrollen können bei nicht gemeldeten Zuchten nicht stattfinden, weshalb Tierschutzvereine und Behörden auf Meldungen aus der Bevölkerung angewiesen sind, um solche Missstände abstellen zu können.  „Diese Tiere sind meist vernachlässigt, nicht geimpft, nicht gechippt und oft krank, weil es um möglichst hohen Profit bei möglichst wenig Kosten geht“, so Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler. „Abgesehen davon konterkariert Zucht die Bemühungen von Tierschutzvereinen, da wir ohnehin oft schon nicht wissen, wo wir den nächsten freien Platz für abgegebene, gefundene oder beschlagnahmte Tiere hernehmen sollen.“


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