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BRAUNAU. Jährlich machen mehr als 15.000 Jugendliche ein Schwimmabzeichen mit dem oberösterreichischen Jugendrotkreuz. Bezirksjugendkoordinatorin Angelika Wagner weiß: Schwimmunterricht kann Leben retten.

Foto: ÖJRK/Holly-Kellner
Foto: ÖJRK/Holly-Kellner

„Jedes Kind soll schwimmen können. Viele Badeunfälle wären vermeidbar“, erklärt Angelika Wagner, die im Bezirk Braunau als Bezirksjugendkoordinatorin für das Jugendrotkreuz tätig ist. Für sie ist Schwimmen mehr als nur ein gesunder Sport: „Schwimmen ist eine Lebenskompetenz. Schwimmunterricht von Kindesbeinen an kann helfen, Leben zu retten.“ Dennoch gibt es in Österreich fast 700.000 Nichtschwimmer, wie eine neue repräsentative Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt. Rund acht Prozent der Befragten ab einem Alter von acht Jahren können nicht schwimmen. Jeder Fünfte schätzt seine Schwimm-Fähigkeiten als unsicher bis mittelmäßig ein. Insgesamt kann nur knapp mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Kinder bis 19 Jahre schwimmen. 70 Prozent der Kinder lernen es von den Eltern.

Rund 600 Schwimmabzeichen

Auch das Rote Kreuz veranstaltet neben Schwimmkursen seit mehr als 30 Jahren den Pinguincup. 599 junge Menschen aus dem Bezirk Braunau holten sich im vergangenen Jahr ein Abzeichen. Um die Schwimmkompetenz in der Bevölkerung zusätzlich zu stärken, fordert das oberösterreichische Jugendrotkreuz den Ausbau von ganzjährig zugänglichen Schwimmbädern. Besonders in ländlichen Regionen reiche die Zahl der Hallenbäder oft nicht aus, um ganzjährig den Bedarf an Schwimmkursen für Schulklassen zu decken.


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