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Braunau/LOCHEN/RIED. Vernachlässigung, Verwahrlosung und Misshandlung wurden Tierhaltern bei drei Gerichtsprozessen in Ried vorgeworfen. Ein Braunauer, der einen Welpen monatelang misshandelt hatte, wurde zu neun Monaten Haft, davon sechs bedingt, verurteilt.

Schäferhund Leo konnte gerettet werden und wird in der Pfotenhilfe versorgt. Foto: Pfotenhilfe
Schäferhund Leo konnte gerettet werden und wird in der Pfotenhilfe versorgt. Foto: Pfotenhilfe

Der 19-Jährige hatte dem Tier zahlreiche Verletzungen und Würgemale zugefügt. Zudem erregte er die Aufmerksamkeit der Behörden, als er einen Mann mit einem Messer bedrohte. Mit Anrechnung der Untersuchungshaft blieben von der Haftstrafe noch zehn Tage übrig, die ihm die Richterin erließ. Als Auflage bekam der Mann eine regelmäßige Psychotherapie verordnet.

Wegen Animal Hoarding vor Gericht

Eine 35-Jährige sollte sich ebenfalls in Ried vor Gericht verantworten, nachdem sie in ihrer kleinen Wohnung in Braunau 14 Hunde gehalten und diese stark vernachlässigt hatte. Zwei der Tiere starben in ihrer Obhut, die weiteren zwölf wurden gerettet und in der Pfotenhilfe in Lochen versorgt. Die Frau erschien nicht zum Gerichtstermin, woraufhin die Verhandlung vertagt und eine polizeiliche Vorführung angeordnet wurde. Im Internet soll die 35-Jährige laut Pfotenhilfe bereits auf der Suche nach neuen Tieren sein.

Prozess gegen Hundezüchter

Auch zwei Lohnsburger Hundezüchter waren vor Gericht geladen, nachdem eine der beiden zum ersten Gerichtstermin im Juni nicht erschienen war. Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie einen jungen Shar Pei von den anderen Hunden nicht trennten, obwohl diese ihn schwer verletzten, und sie ließen ihn auch nicht tierärztlich behandeln. Die Richterin entschied sich für eine Diversion, verzichtete somit auf die Durchführung eines förmlichen Strafverfahrens, und verhängte eine Probezeit von zwei Jahren.

Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler fordert: „Oberstes Ziel muss es sein, über diese Tierquäler ein Tierhaltungsverbot zu verhängen.“


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